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Zentrale Überwachungsstelle soll Tunnel noch sicherer machen

27.07.2016 Verkehr/Mobilität
450.000 Fahrzeuge fahren täglich durch die 12 Straßentunnel in Stuttgart. Die Stadt will die Überwachung der Tunnel zukünftig in einer Zentrale bündeln. Das gab der Technische Bürgermeister, Dirk Thürnau, am Dienstag, 26. Juli, bekannt. Im ersten Schritt soll ein Ingenieurbüro ein Konzept für die Organisation und den Betrieb der zentralen Tunnelüberwachung entwickeln.

Bürgermeister Thürnau sagte: "Für den sicheren Straßenverkehr in Stuttgart ist eine zuverlässige Überwachung der Tunnelanlagen rund um die Uhr erforderlich. Nur so ist gewährleistet, dass Notfälle und Störungen umgehend erfasst werden. Mit der neuen Überwachungszentrale bündeln wir sämtliche Meldungen zu den Tunneln an einer Stelle." 

Bis Ende 2014 lag die Tunnelüberwachung in der Zuständigkeit der Stuttgarter Polizei. Mit der Polizeistrukturreform Baden-Württemberg wurde die Aufgabe an die Stadt- und Landkreise übertragen. Das Polizeipräsidium Stuttgart hat die Überwachung der Tunnel übergangsweise noch bis zum 1. April 2016 wahrgenommen.

Seitdem teilen sich die Integrierte Leitstelle der Branddirektion und die Störmeldezentrale Lichtsignalanlagen die Aufgabe. Langfristig sollen alle Aufgaben der Tunnelüberwachung wie die Kontrolle von Alarmmeldungen, Notrufe, Videobilder und Störmeldungen der Betriebstechnik von einer zentralen Stelle übernommen werden.

Unterbringung in der Leitstelle für Mobilität und Sicherheit

Das Tiefbauamt hat bereits mehrere Vorschläge zur Unterbringung der Tunnelüberwachungszentrale geprüft. Die Integration in die Leitstelle für Mobilität und Sicherheit Stuttgart (SIMOS) in Bad Cannstatt stellte sich als besonders vorteilhaft heraus. Dort sind bereits die Leitstelle der Branddirektion, die Verkehrsleitzentrale sowie das Führungs- und Lagezentrum für außergewöhnliche Ereignisse und Katastrophenschutz untergebracht. Bei Unfällen und Störungen würden so alle Fäden unter einem Dach zusammenlaufen. Diese Vorgehensweise hat sich bereits in München, Düsseldorf und Berlin bewährt.       

Für die Planungen und die Umsetzung der Tunnelüberwachungszentrale werden 3 Jahre veranschlagt. Damit könnte sie in Betrieb gehen, bevor der Rosensteintunnel im Jahr 2020 eröffnet wird.