Presse
  •  

Tempo 40 an Steigungsstrecken - OB Kuhn: "Verkehr läuft gleichmäßiger und flüssiger"

09.08.2016 Aktuelles
Weniger Lärm, weniger Staus und weniger Schadstoffe: Ziel der Landeshauptstadt ist es, die Lebensqualität in Stuttgart zu verbessern. Daher weitet sie ab Herbst 2016 Tempo 40 auf Steigungsstrecken aus.
Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte dazu am Dienstag, 9. August: "Gerade in Kombination mit weiteren Maßnahmen sorgt Tempo 40 dafür, dass auf Steigungsstrecken der Verkehr gleichmäßiger und flüssiger läuft. Bremsvorgänge und Beschleunigungsspitzen gehen zurück. Dadurch sinkt die Luftschadstoff-Belastung an stark befahrenen und bewohnten Strecken, wie beispielhaft die Entwicklung an der Hohenheimer Straße zeigt."

Gerade auf Steigungsstrecken belasten Brems- und Beschleunigungsvorgänge die Luft, dies hat eine Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg bestätigt. Je stärker die Steigung ist, desto wichtiger ist deshalb die Verkehrsverstetigung. Dies wird durch die Reduzierung auf Tempo 40 erreicht. Rollender Verkehr auf Steigungsstrecken bei Tempo 40 führt zu geringeren Schadstoffbelastungen als Stop-and-Go bei Tempo 50. Daher ist die Betrachtung des Verkehrsflusses aller Fahrzeuge entscheidend und weniger der Ausstoß des einzelnen Kfz in der Prüfwerkstatt.

Aktuell gibt es in Stuttgart vier Steigungsstrecken mit Tempo 40 auf insgesamt 8,6 Kilometern Länge. Dazu gehören u.a. die Hohenheimer Straße in Stuttgart-Mitte sowie der Streckenabschnitt Schwarenberg-, Planck- und Pischekstraße im Stuttgarter Osten. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hatte Ende Juli den Plänen der Stadtverwaltung zugestimmt, an 15 weiteren Stuttgarter Steigungsstrecken Tempo 40 einzuführen.

Ab Herbst werden die ersten Strecken mit Tempo 40 bedacht. Mit Verkehrsschildern und elektronischen Anzeigetafeln werden die Autofahrer über die neue Regelung informiert. Susanne Scherz, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr im Amt für öffentliche Ordnung, erläuterte in der Sitzung: "Wir haben uns im Talkessel auf stark befahrene und bewohnte Strecken konzentriert, die eine Steigung von mindestens fünf Prozent haben. Uns war wichtig, dass wir das Tempolimit möglichst schnell und ohne teure Anpassungen der Ampelschaltungen umsetzen können."

Die Einführung von Tempo 40 auf Steigungsstrecken ist eine Maßnahme des Luftreinhalteplans des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Senkung der verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen. Es ist zudem Teil des Konzepts zur Luftreinhaltung für die Landeshauptstadt Stuttgart, das im Zuge des EU-Vertragsverletzungsverfahrens gemeinsam mit dem Land und dem Regierungspräsidium im Juli 2015 vereinbart wurde.