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STARTklar ermöglicht Chance auf besseren Berufsstart

21.09.2016 Bildung
Werkrealschüler haben nach dem Schulabgang mitunter Probleme, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, da sie in der Regel in Konkurrenz zu Schulabgängern der Realschulen und Gymnasien stehen und vermehrt die Voraussetzungen für anspruchsvolle Berufe nicht erfüllen.

Hier setzt das Projekt STARTklar an. An zwei Stuttgarter Werkrealschulen werden Schülerinnen und Schüler in den Klassen Acht und Neun auf das Berufsleben individuell und praxisorientiert vorbereitet.

Soziale Kompetenzen und Fähigkeiten stärken

Ehrenamtlich tätige "Seniorpartner" und "Seniorpartnerinnen" übernehmen die Aufgabe, die Schüler in 14-tägigem Abstand an einem Nachmittag gemeinsam mit den Lehrern im Berufsorientierungsprozess zu betreuen und zu begleiten.

In der Gruppenarbeit
vermitteln die Mentoren wichtige soziale Kompetenzen und Fähigkeiten, die für den beginnenden Berufsweg benötigt werden. So werden zum Beispiel Umgangs- und Ausdrucksformen sowie situationsangemessenes Auftreten geschult.

Vertrauen stärken durch persönliche Gespräche

Zudem öffnen sie Einblicke in die Arbeitswelt und zu Berufen, die nicht im Fokus der Schüler liegen. Kontakte zu Betrieben werden für Praktika oder die Vorbereitung zu Bewerbungen genutzt. Bei Unternehmen schaffen die Mentoren durch persönliche Gespräche Vertrauen, mit dem Ziel, Betriebe und Jugendliche einander bekannt zu machen.

Dadurch sind Unternehmen möglicherweise bereit, auch Bewerbern mit nicht ganz übereinstimmenden Vermittlungsperspektiven eine Chance zu geben.

Von Erfahrungen und Kenntnissen profitieren

Die Schüler erkennen durch die Zusammenarbeit im Projekt STARTklar ihre Stärken und Fähigkeiten als wichtige Voraussetzung für ihre Berufswahl. Sie profitieren von den Erfahrungen und Kenntnissen der Seniorpartner, lernen in vertiefter Form verschiedene Berufsbilder kennen und bekommen im Praktikum einen ersten Kontakt zur Arbeitswelt.

Schulungen für die Ehrenamtlichen

Die Inhalte der Projektnachmittage werden zwischen den Seniorpartnern und den Lehrern abgestimmt. Neben den berufsvorbereitenden Angeboten im Unterricht besuchen die Mentoren mit den Schülern Betriebe, Ausbildungsmessen und berufsrelevante Veranstaltungen.

Zur Bewältigung ihrer Aufgabe werden die Ehrenamtlichen durch Schulungen unterstützt, bei denen sie zu projektspezifischen Themen wie Umgang mit Jugendlichen aus verschiedenen Kulturkreisen, Arbeit in Kleingruppen oder Situation auf dem Arbeitsmarkt informiert werden.

Eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung, die Dankbarkeit der Jugendlichen und der Erfolg, Ausbildungsplätze gefunden zu haben, sind Lohn für das Ehrenamt.

Interessierte Seniorpartner gesucht

Damit möglichst viele Schüler von den Kenntnissen und der individuellen Begleitung der Seniorpartner profitieren, werden dringend Interessierte gesucht, die gerne mit Jugendlichen arbeiten und im oder kurz vor dem Ruhestand stehen. Erfahrene "Kolleginnen und Kollegen" unterstützen gerne bei der Einarbeitung. 

Wer Interesse hat, kann sich in einem ersten, unverbindlichen Gespräch genauer informieren.

Kontakt: Abteilung für Integration, STARTklar Projektleitung Claudia Grimaldi, Telefon 216-80392, E-Mail claudia.grimaldi@stuttgart.de.