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Städtebaulicher Ideenwettbewerb Budapester Platz erfolgreich abgeschlossen

13.10.2016 Aktuelles
Nach einer rund dreimonatigen Überarbeitungsphase hat das Preisgericht unter Vorsitz von Professor Hellmut Raff einstimmig dem Stuttgarter Büro LIMA Architekten Lisa Bogner und Tobias Manzke in Arbeitsgemeinschaft mit den Landschaftsarchitekten silands/Gresz und Kaiser den ersten Platz im Städtebaulichen Ideenwettbewerb Budapester Platz/Friedhofstraße zuerkannt und dem Gemeinderat empfohlen, künftig auf Basis dieser Arbeit weiter zu planen.

Das gesamte Verfahren war ursprünglich für 30 Teilnehmer ausgelobt worden. Nach Abschluss der ersten Runde hatte das Preisgericht am 4. Juli sowohl das Team LIMA Architekten/Landschaftsarchitekten silands als auch Thomas Schüler, Architekten und Stadtplaner, in Arbeitsgemeinschaft mit faktorgrün, Martin Schedlbauer zu Siegern erklärt und beschlossen, dass die beiden Preisträger ihre Entwürfe bis Herbst überarbeiten und weiter optimieren sollten.

Abschnittsweise Entwicklung des Areals

In seinem Fazit am 12. Oktober, hat das Preisgericht nun festgestellt, dass dieses Ziel erreicht worden sei und beide Arbeiten eine deutliche Qualitätssteigerung zeigten. Dem Siegerbeitrag von LIMA Architekten/Landschaftsarchitekten silands bescheinigten die Preisrichter, dass er differenziert und feinfühlig mit der topographischen Situation des Gebiets umgehe. So biete er im unteren Bereich einen gut proportionierten Platz, der über eine Treppe in eine zweite Platzebene übergehe. Außerdem werde eine überzeugende Wegeführung im Hangbereich vom Platz bis zur Mönchstraße angeboten. Ebenfalls gelungen durch die überarbeitete Zugangslösung und die vorgesehene Bepflanzung mit Zierkirschen sei der Zugang zum Schlossgarten. Positiv vermerkt wurde außerdem, dass der Entwurf auf die Parzellierung der Grundstücke reagiere und damit eine abschnittsweise Entwicklung des Areals ermögliche.

Dem Preisgericht gehörten als stimmberechtigte Fachpreisrichter an: Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Professor Hellmut Raff, Professorin Antje Stokman, Carolin zur Brügge und Stephan Oehler. Stimmberechtigte Sachpreisrichter waren die Stadträtinnen Susanne Kletzin und Beate Schiener sowie die Stadträte Alexander Kotz und Hannes Rockenbauch.

Verknüpfung zwischen Europa- und Nordbahnhofviertel

Das Plangebiet mit einer Fläche von neun Hektar liegt am Übergang der Innenstadt zum Nordbahnhofviertel. Ziel des Wettbewerbs war es, dort eine städtebaulich hochwertige Verbindung und Verknüpfung zwischen Europa- und Nordbahnhofviertel zu schaffen. Unter Berücksichtigung des Verkehrs sollten dabei neue Stadträume und ein neues Stadtbild definiert werden. Markante Baukörper im Gebiet sind die vier Conradi- oder Eisenbahnhochhäuser aus den Jahren 1954 bis 56.