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Nahverkehrsplan: Gemeinderat beschließt Fortschreibung

20.10.2016 Verkehr/Mobilität
Die Stadt Stuttgart möchte die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs sichern und weiter ausbauen. Da die Betrauung der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) zum 31. Dezember 2018 endet, soll in Kürze ein neues Vergabeverfahren auf den Weg gebracht werden. Ziel ist eine Direktvergabe der Bus- und Stadtbahnverkehre. Dafür bildet die Fortschreibung des Nahverkehrsplans die Basis. Der Gemeinderat hat den Nahverkehrsplan am Donnerstag, 20. Oktober, mehrheitlich bei sieben Enthaltungen beschlossen.

Der Nahverkehrsplan umfasst die Verkehrsmittel Stadtbahn und Bus, die derzeit überwiegend durch die SSB betrieben werden. Die Stadt beabsichtigt, die SSB wieder mit der Verkehrsleistung zu betrauen.

Der Plan benennt Verbesserungen, die beschlossen und finanziell gesichert sind. Zudem definiert die Stadt die vorhandenen und anzustrebenden ÖPNV-Leistungen für die nächsten fünf Jahre und die Anforderungen an das künftig tätige Verkehrsunternehmen. Dieses soll das bestehende Angebot absichern und vereinbarte Erweiterungen umsetzen.

Zu den Schwerpunkten, die im Nahverkehrsplan festgelegt sind, gehören:

  •  Die Verlängerung der Stadtbahnlinie U12 über den Hallschlag bis Remseck
  • Die neue Führung der U12 über den Budapester Platz,
  • Die U5-Verlängerung über Leinfelden Bahnhof hinaus zur Markomannenstraße
  • Die U6-Verlängerung über Fasanenhof-Ost bis zum Flughafen,
  • Der 7,5-Minuten-Takt der U13 in der Spitzenstunde (bereits realisiert)
  • Die Inbetriebnahme der Stadtbahnlinie U19 Neugereut - NeckarPark
  • Die Einführung einer Tangential-Stadtbahnlinie U16 Fellbach - Cannstatt - Feuerbach.

Außerdem sollen Linienbusse dank eigener Fahrstreifen schneller durch die Stadt kommen. Zudemsollen Busse und Bahnen an weiteren Ampeln Vorrang erhalten.

Der dritte Nahverkehrsplan ist eine Fortschreibung des Nahverkehrsplans, der im Dezember 2009 vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Im Nahverkehrsplan formulieren die Städte und Landkreise die Entwicklung des ÖPNV. Die Inhalte, die zwingend im Nahverkehrsplan enthalten sein müssen, werden vom Land Baden-Württemberg im ÖPNV-Gesetz vorgegeben. Der Nahverkehrsplan ist auf fünf Jahre angelegt.

Nahverkehrsentwicklungsplan wird 2017 erarbeitet

Der ergänzende Nahverkehrsentwicklungsplan beschreibt längerfristige Verbesserungen oder Maßnahmen, die politisch noch diskutiert werden. Maßnahmen des Nahverkehrsentwicklungsplans werden nur umgesetzt, wenn sie der Gemeinderat und der Aufsichtsrat der SSB AG beschließt und ihre Finanzierung sichert. Der Nahverkehrsentwicklungsplan soll Mitte 2017 beschlossen werden. Darin werden auch Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsverfahrens aus dem Jahr 2015 berücksichtigt.