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Bürgermeister Pätzold überreicht Umweltpreis 2016 an Projekte zur "Energiewende in Stuttgart"

21.10.2016 Umwelt
Unter dem Motto "Energiewende in Stuttgart" hatte die Landeshauptstadt Stuttgart Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kirchengemeinden, Industrie und Gewerbe zur Teilnahme am Umweltpreis 2016 aufgerufen.

Umweltpreis 2016: die Preisträger mit BM PätzoldWissen, Ideen und Technik sind die Schlüssel zu einer erfolgreichen Energiewende. Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, hat dazu beim städtischen Umweltpreis 2016 insgesamt 14 Projekte ausgezeichnet und die Preisträgerinnen und Preisträger im Rathaus begrüßt. Foto: Leif Piechowski
Am 21. Oktober gratulierte nun Umweltbürgermeister Peter Pätzold im Rathaus insgesamt 14 Gewinnern und überreichte ihnen eine Urkunde für ihre Projekte. In seinem Grußwort betonte Pätzold, dass es die Aufgabe der Kommunen ist, die Energiewende lokal umzusetzen.

Die Stadt selbst hat mit vier Prozent zwar nur einen geringen Anteil am Energieverbrauch in Stuttgart, geht mit ihren eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel voran. Der Großteil wird durch Haushalte und Industrie verursacht. Deshalb kann die Energiewende nur unter Einbindung der gesamten Stadt gelingen. "Die Bandbreite der Bewerbungen zeigt, dass sich eine Vielzahl von Akteuren mittlerweile des Themas Energiewende in Stuttgart angenommen hat", so Bürgermeister Pätzold.

Unter den Gewinnern sind kreative und engagierte Energiesparer

Ein Preisgericht, bestehend aus Gemeinderäten und Vertretern von Naturschutzverbänden sowie der Leiter des Amts für Umweltschutz, hatte die Qual der Wahl und letztlich 14 Projekte gekürt. Die Preise wurden in vier Kategorien vergeben: Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Initiativen und Glaubensgemeinschaften sowie Industrie, Gewerbe und Handel.

In der Kategorie Bürgerinnen und Bürger geht ein Erster Preis an die Familie Kathrin und Tobias Nusser, die ihr Gebäude aus dem Jahr 1950 zu einem klimaneutralen Zuhause umgebaut haben. Den zweiten Preis erhalten Christina und Werner Götz für die Sanierung eines Mehrfamilienhauses, einen dritten Preis gibt es für Dr. Johannes Kolbe, der seinen elektrisch angetriebenen Pkw fast ausschließlich mit der Photovoltaikanlage auf dem Hausdach betreibt.

Eine weitere Anerkennung wird Ingeborg Maier zuteil, die nicht nur ihren eigenen Lebensstil nachhaltig gestaltet, indem sie beispielsweise ihr Auto zugunsten eines ÖPNV-Tickets verkauft hat, sondern auch ihre Enkelin über Möglichkeiten des Energiesparens aufklärt.

"Von Mitschülern über den Klimaschutz lernen"

Bei den Schulen erhält die Maria-Montessori-Grundschule in Hausen den Ersten Preis für ihre zahlreichen Maßnahmen rund um das Thema Energiesparen. Unter anderem werden in der Schule verschiedene Stromabnehmer über eine Photovoltaikanlage mit Strom versorgt.

Den zweiten Preis teilen sich die Klima AG des Ferdinand-Porsche-Gymnasiums für das Projekt "Von Mitschülern über den Klimaschutz lernen" und Alfons Haas für die Entwicklung eines Energiespiels.

Die Lokale Agenda Sillenbuch und die Evangelische Paul-Gerhardt Kirchengemeinde erhalten je einen Ersten Preis bei den Initiativen und Glaubensgemeinschaften. Die Aktiven der Lokalen Agenda haben einen LED-Testkoffer entwickelt, mit dem herkömmliche Glühlampen mit energieeffizienten LEDs verglichen werden können. Dieser wird bei Veranstaltungen eingesetzt. Die Paul-Gerhardt-Gemeinde hat sich dem Thema Energiesparen in der Kirche gewidmet.

Solarpark mit verschiedenen Anlagentypen zur Stromerzeugung

Die SIKA Deutschland GmbH betreibt seit vielen Jahren einen Solarpark mit verschiedenen Anlagentypen zur Stromerzeugung auf dem Betriebsgebäude. Hierfür und weitere ergänzende Maßnahmen gibt es einen Ersten Preis in der Kategorie Industrie und Gewerbe.

Einen weiteren Ersten Preis erhielt das Akzent Hotel Möhringer Hof für seine nachhaltige Betriebsführung. Zwei Dritte Preise gehen an das Siedlungswerk GmbH und an Mader Architekten. Zum einen für den Bau einer energetisch hoch effizienten Neubausiedlung und zum anderen für die energetische Sanierung eines Hochhauses im Fasanenhof.

Bis zum 2. November 2016 sind die mit einem Preis ausgezeichneten Projekte im 4. Obergeschoss des Rathauses ausgestellt. Besucher können sich dann selbst ein Bild der verschiedenen Beiträge zur Energiewende in Stuttgart machen.