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Stadt und Studierende erforschen Kulturwerbung und -publikum

27.10.2016 Aktuelles
Das Kulturamt und das Statistische Amt der Landeshauptstadt Stuttgart sowie eine Projektgruppe von Studierenden am Institut für Kulturmanagement der PH Ludwigsburg starten im November 2016 in 47 Kultureinrichtungen sowie der Stadtbibliothek und den Stadtteilbibliotheken eine umfangreiche Studie zur Wirkung der Öffentlichkeitsarbeit der Kultureinrichtungen. Eine Langzeitstudie mit vergleichbarem Umfang wurde bisher in keiner anderen deutschen Großstadt angefertigt. Die Umfrage ist unter www.umfragen.stuttgart.de/ku abrufbar.

"Das Projekt ist Teil unserer Zukunftsforschung und in diesem Fall Teil unserer Planungen zur gezielteren Unterstützung der Kultureinrichtungen ", sagt die Kulturamtsleiterin, Dr. Birgit Schneider-Bönninger. "Viele Stuttgarter Kultureinrichtungen und Kulturveranstalter klagen darüber, dass die Werbemöglichkeiten für ihre Veranstaltungen nicht ausreichen würden. Wir wollen analysieren, welche Werbemöglichkeiten in Anbetracht der zunehmenden Digitalisierung vom Publikum tatsächlich genutzt werden. Auf dieser Basis wollen wir den Kultureinrichtungen Informationen geben, wie sie ihre eigenen Maßnahmen optimieren können und gleichzeitig Empfehlungen für den Gemeinderat entwickeln." Derzeit betreut das Amt die Eintragungen in den Terminkalender auf der städtischen Homepage und dem für Pädagogen eingerichteten "KulturNavi". Außerdem stellt es ein begrenztes Kontingent an Werbeflächen für kleinere und mittlere Festivals sowie 30 Kultursäulen zur Verfügung; diese werden von einer Interessengemeinschaft bewirtschaftet.

Statistische Amt übernimmt Auswertung der Fragen

Erster Schritt der Untersuchung sind eine Befragung des Publikums in den teilnehmenden Einrichtungen, eine detailliertere Befragung im Internet sowie eine Befragung der Kultureinrichtungen nach ihren Werbemaßnahmen selbst. Partner sind hier das Statistische Amt der Landeshauptstadt und das Ludwigsburger Institut für Kulturmanagement. "Wir bringen unser Know How gerne in dieses Projekt ein", betont der Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz. Sein Amt hat gemeinsam mit den Studierenden die Fragen erarbeitet. Es übernimmt die maschinelle Auswertung der Publikumsfragebögen und hat die Websites zur Internetbefragung aufgebaut. "Zu unseren zentralen Aufgaben zählt es, die Arbeit der städtischen Ämter durch gezielte Analysen zu unterstützen", sagt Schwarz. Bereits 2007 und 2014 umfasste die Bürgerumfrage Themen aus dem Kulturbereich.

Umfrage läuft von November bis Dezember

Die 15 Master-Studierenden des Instituts für Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg haben drei Fragebögen gemeinsam mit Vertretern des Kulturamts und des Statistischen Amtes ausgearbeitet. "Für unsere Studierenden ist es wichtig, Theorie und Praxis schon früh zu verbinden. Daher freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Stuttgart, sagt die Ludwigsburger Dozentin und Leiterin des Projektseminars, Dr. Christiane Dätsch. Dazu gehört auch, dass die Studierenden an einigen Tagen in den Foyers der Kultureinrichtungen die Besucher zum Ausfüllen der Fragebögen animieren werden. Ab Januar werden sie die eingegangenen Antworten dann analysieren und eine erste Auswertung für den Gemeinderat zusammenstellen.

2018 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden

Das gesamte Projekt umfasst die Befragung des Publikums der beteiligten Einrichtungen im Zeitraum von November bis Dezember. Parallel dazu findet im Internet eine erweiterte Befragung statt, an der sich alle Interessenten vom Touristen bis zu den Bürgern der Stadt beteiligen können. Eine dritte Befragung richtet sich an die Kulturveranstalter. Nach dem Zwischenbericht geht die Arbeit für das Kulturamt und das Statistische Amt weiter. Geplant sind eine Zusammenstellung der Werbebedürfnisse und der Werbemöglichkeiten der Kulturanbieter, ein Städtevergleich zu den Möglichkeiten der Kulturwerbung sowie ein Ausblick auf die Zukunft digitaler Kulturwerbung. Im Jahr 2018 sollen die Ergebnisse des Projekts publiziert und dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Link zur Umfrage

www.umfragen.stuttgart.de/ku