Presse
  •  

Feinstaubalarm in Stuttgart endet am Samstag um 24.00 Uhr - Tagesmeldung vom 9. Dezember 2016

09.12.2016 Aktuelles
Für die Landeshauptstadt Stuttgart gilt noch bis einschließlich Samstag, 10. Dezember, Feinstaubalarm. Alle Informationen zum Feinstaubalarm gibt es auf www.feinstaubalarm.stuttgart.de.

Beginn:
seit Sonntag, 4. Dezember, 0.00 Uhr für den Autoverkehr,
seit Samstag, 3. Dezember, 18.00 Uhr für Komfort-Kamine

Ende:
Der Feinstaubalarm endet am Samstag, 10. Dezember, um 24.00 Uhr.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Sonntag und Montag eine deutliche Verbesserung des Austauschvermögens der Atmosphäre in Stuttgart prognostiziert. An beiden Tagen werden die schadstoffrelevanten Kriterien, die zu einer Auslösung des Feinstaubalarms führen, nicht erfüllt. Die Voraussetzungen für eine Aufhebung des Alarms sind gegeben: Der Feinstaubalarm endet am Samstag um 24.00 Uhr.

Der Leiter der DWD-Niederlassung Stuttgart, Uwe Schickedanz, erklärte: "Eine Kaltfront sorgt ab Sonntag mit etwas Regen, kräftigem Wind und labiler Schichtung für guten Luftaustausch. Auch der Montag bietet noch brauchbare Austauschbedingungen. Ab Dienstag sorgt allerdings ein neues Hoch für die nächste Phase mit voraussichtlich stark eingeschränktem Luftaustausch."

Zu den aktuell hohen Feinstaub-Werten an der Messstation Neckartor sagte der Meteorologe: "Am heutigen Freitag sorgt extrem milde Luft in den Höhenlagen für eine ausgeprägte Inversion. Nur wenige hundert Meter über dem Stuttgarter Talkessel wurden heute Mittag Temperaturen von rund zehn Grad gemessen, in Stuttgart selbst waren es nur vier Grad. Dadurch werden alle Schadstoffe in den untersten 300 Metern über Grund festgehalten."

Ziel des Feinstaubalarms ist es, bei stark austauscharmen Wetterlagen in Stuttgart die erwartbare Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxiden zu reduzieren. Aktuell sagt der DWD noch bis einschließlich Samstag ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre voraus. Dadurch kann die Konzentration von Feinstaub und Stickstoffdioxid in Stuttgart stark ansteigen. Es besteht die Gefahr von Überschreitungen der Grenzwerte.

Die wichtigsten Informationen bei Feinstaubalarm

Die Landeshauptstadt Stuttgart appelliert bei Feinstaubalarm gemeinsam mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium Stuttgart an die Bevölkerung in Stuttgart und in der Metropolregion, das Auto im Stadtgebiet Stuttgart möglichst nicht zu nutzen und auf den Betrieb von sogenannten Komfort-Kaminen zu verzichten. Grundsätzlich ausgenommen sind Wohnungen, die ausschließlich mit solchen Einzelraumfeuerungen beheizt werden.

Autofahrer werden gebeten, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, wo möglich das Fahrrad zu nutzen oder zu Fuß zu gehen. Auch Fahrgemeinschaften sind ein sinnvolles Mittel, den Verkehr in Stuttgart zu reduzieren; ein Auto ist in Stuttgart im Durchschnitt nur mit 1,28 Personen besetzt. Wer die Möglichkeit hat, von zu Hause aus zu arbeiten oder von flexiblen Arbeitszeiten Gebrauch zu machen, sollte dies bei Feinstaubalarm in Absprache mit dem Arbeitgeber tun.

Feinstaub-Ticket und Rabatt-Aktionen von car2go und moovel

Für Umsteiger gibt es verschiedene Vergünstigungen: Mit dem Feinstaub-Ticket kann man etwa den öffentlichen Nahverkehr zum halben Preis nutzen. Das Ticket kann zum Kinderpreis über die VVS-App, am Automaten (Kindertaste) oder beim Busfahrer gekauft werden. Keine Ermäßigung gibt es bei 4er-Tickets, KurzstreckenTickets, Tages-Tickets und Zeittickets.

Rabatte gibt es auch bei den Mobilitätsanbietern car2go und moovel: Car2go ermöglicht allen Kunden, seine vollelektrischen Fahrzeuge bei Feinstaubalarm für 19 Cent pro Minute (statt 29 Cent) zu nutzen. Neukunden können sich kostenlos bei car2go anmelden und erhalten unter Eingabe des Promotioncodes J16_PR_STG/Feinstaub ein Guthaben in Höhe von fünf Euro. Auch über die moovel-App gelten während des Feinstaubalarms für alle VVS- und car2go-Buchungen vergünstigte Preise. Zusätzlich haben moovel-Kunden die Chance, bei Feinstaubalarm kostenfrei mit Bus und Bahn im VVS-Gebiet zu fahren. Ein Zufallsgenerator entscheidet, ob moovel die Kosten für die gekauften VVS-Tickets übernimmt. Die Gewinnchance liegt bei 50 Prozent, d.h. jedes zweite, über moovel gekaufte Ticket ist kostenlos.

Um die Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen, fährt die neue Stadtbahnlinie U19 werktags zwischen 6 und 20 Uhr im 10-Minuten-Takt zwischen Neugereut und Neckarpark und entlastet damit die U2. Die Stadtbahnlinie U13 zwischen Giebel und Hedelfingen fährt in der abendlichen Hauptverkehrszeit im 7,5- statt 10-Minuten-Takt. Die S-Bahn Stuttgart erhöht von Montag bis Freitag auf den Linien S1, S2, S3 und S5 bei bestimmten Zügen die Platzkapazitäten. Damit stehen in Spitzenzeiten pro S-Bahn-Zug rund 500 Plätze mehr zur Verfügung. Für Pendler, die vom Pkw auf den ÖPNV umsteigen wollen, stehen im VVS-Gebiet auf 106 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) insgesamt 15.250 Stellplätze bereit.

Noch schnellere Information: städtischer WhatsApp-Kanal und Widgets

Die Stadt Stuttgart nutzt erstmals die Messaging-Dienste WhatsApp, Telegram und Insta, um die Bevölkerung schnell und direkt via Smartphone über die Auslösung, den weiteren Verlauf und das Ende des Feinstaubalarms zu informieren. Weiterhin dienen auch die Social-Media-Kanäle www.facebook.com/Stadt.Stuttgart und www.twitter.com/stuttgart_stadt der schnellen Information. Medien und Öffentlichkeit erhalten bei Feinstaubalarm täglich etwa zwischen 13 und 14 Uhr eine aktuelle Tagesmeldung. Autofahrer werden über Verkehrsmeldungen im Radio, Anzeigen an den Autobahnen, Brückenbanner in der Region und Vario-Tafeln an den innerstädtischen Ein- und Ausfahrtstraßen über den Feinstaubalarm informiert.

Alles Wissenswerte zum Feinstaubalarm ist auf der städtischen Website www.feinstaubalarm.stuttgart.de nachzulesen.