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Schnelle AWS-Eingreiftruppe entfernt Aufkleber

19.12.2016 Aktuelles
Der Technische Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dirk Thürnau, und Dr. Thomas Heß, Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs AWS Abfallwirtschaft Stuttgart, haben bei einem Pressegespräch am Montag, 19. Dezember, an der Ecke Königstraße und Schulstraße in Stuttgart-Mitte über erste Erfahrungen der schnellen AWS-Eingreiftruppe in Verbindung mit der Entfernung von Aufklebern informiert.

Die Verschmutzung in der Landeshauptstadt Stuttgart hat in den letzten Jahren sowohl in der Innenstadt als auch in den Außenbezirken stark zugenommen. Die Stuttgarter Bevölkerung wie auch die Politik beschäftigt sich immer mehr mit diesem Thema. Um die Probleme der Vermüllung in den Griff zu bekommen, hat der Eigenbetrieb AWS ein 10-Punkte-Programm erstellt, von dem der Gemeinderat im Dezember 2013 neun Punkte zur Umsetzung beschlossen hat. Mit der Entfernung von Aufklebern beispielsweise an Papierkörben, Sitzbänken, Verkehrszeichen und Glasbrüstungen wurde wieder eine Maßnahme des 10-Punkte-Programms umgesetzt. "Beim Flanieren auf der Königstraße fällt auf, dass dank dieser Maßnahme das Stadtbild insgesamt an Sauberkeit gewinnt", so Bürgermeister Dirk Thürnau.
 
BM Thürnau enfernt AufkleberBürgermeister Dirk Thürnau stellte in der Schulstraße die neue Eingreiftruppe zur Entfernung von Aufklebern vor. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Zwei Mitarbeiter entfernen Aufkleber mit Dampfstrahler

Mit der Entfernung der ersten Aufkleber hat das AWS-Team "schnelle Eingreiftruppe" Anfang Dezember 2015 begonnen. Das Einsatzgebiet beschränkte sich auf den Bereich der Reinigungszone RZ I. Dazu gehören unter anderem die Alte Poststraße, die Bolzstraße, die Büchsenstraße, die Gymnasiumstraße, die Hirschstraße, die Marienstraße, die Kienestraße, die Kleine Königstraße, die Kronenstraße, die Lange Straße, die Neue Brücke, die Planie, die Schillerstraße, die Schulstraße, die Stiftstraße sowie der Kleine Schlossplatz, der Marktplatz und der Rotebühlplatz. "Innerhalb von rund neun Monaten war ein erster Gesamtdurchlauf geschafft", so Dr. Thomas Heß.

Die schnelle Eingreiftruppe besteht aus zwei Mitarbeitern. Neben einem Fahrzeug plus Anhänger mit einem 600-Liter-Wassertank kommt außer einem Dampfstrahler und einem chemischen Reinigungsmittel alternativ der klassische Handschaber zum Einsatz.

Die Entfernung so mancher Aufkleber gestaltet sich nicht immer einfach, wenn sich diese in einer luftigen Höhe von rund zwei oder gar drei Metern befinden. Wenn zudem auch kein Dampfstrahler verwendet werden darf, wie bei Ampelanlagen mit Stromanschluss, müssen die Aufkleber mühsam von Hand mit einem Schaber entfernt werden - dabei bleiben Kleberreste zurück. Chemikalien dürfen ohne Wassereinsatz nicht verwendet werden, da sonst der Untergrund wie Beschichtung oder Lack beschädigt wird.

Prävention mithilfe fettiger Pflegemittel

Das Anbringen neuer Aufkleber auf Stadtmöblierungen kann bei Oberflächen wie Edelstahl durch die Verwendung fettiger Pflegemittel hinausgezögert beziehungsweise die Entfernung erleichtert werden. Die leicht rückfettende Schicht verhindert eine Zeit lang die Haltbarkeit der Aufkleber und erleichtert es zudem, sie zu entfernen.

Dr. Thomas Heß sagte, der Einsatz der AWS-Eingreiftruppe habe sich gelohnt und sei auch weiterhin wichtig. Ohne Kontrollgänge würden neue Aufkleber schnell wieder beispielsweise die Einwurftuben der Unterflurabfallbehälter oder Laternenmasten "zieren". Hilfreich wäre zudem, wenn bei der Beschaffung von "Stadtmöbeln" verstärkt solche mit glatter Edelstahloberfläche zum Einsatz kommen. Die Oberfläche der beschichteten Ampelmasten ist nicht glatt genug, was es stark erschwert, die Aufkleber zu entfernen.

Laut Bürgermeister Dirk Thürnau stehen für die Entfernung von Aufklebern im Jahr 2016 rund 122.000 Euro zur Verfügung. Ausgeweitet werden soll die Aktion auch auf Brennpunkte in den Außenbezirken.