Presse
  •  

Internationale Bauausstellung soll den Weg weisen

22.12.2016 Aktuelles
Ein internationales Schaufenster für Architektur, Ingenieurbaukunst und Baukultur: Dazu könnten Stuttgart und die Region durch eine Internationale Bauausstellung (IBA) werden. Stattfinden soll die IBA 2027, genau 100 Jahre nach der Eröffnung der Weißenhofsiedlung. Der Gemeinderat beauftragte am Donnerstag, 22. Dezember, die Verwaltung, eine Teilnahme vorzubereiten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Ich bin überzeugt, dass die IBA gut für Stuttgart wäre. 1927 hatte die Werkbund-Ausstellung einen gesellschaftspolitischen Auftrag. Es wäre gut, wenn wir 100 Jahre später zeigen würden, dass wir auch heute zukunftsorientiert bauen können." Die IBA solle regional aufgestellt sein, da viele Herausforderungen wie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum nur im regionalen Kontext gelöst werden könnten, so Kuhn weiter.

IBAs haben kein vorgeschriebenes Format, sondern vielmehr bestimmte Anforderungen, an denen sich eine IBA messen lassen muss. In einem Memorandum, das 400 Experten aus Industrie, Architektur, Hochschulen und Verbänden für Stuttgart erarbeitet hatten, heißt es: "Mit Mut zum Experiment verändern IBAs Städte und Regionen nicht nur architektonisch. Neue Ideen und Projekte im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich setzen Impulse für einen in der jeweiligen Region als erforderlich angesehenen städtebaulichen bzw. landschaftlichen Wandel."

Stuttgart kann durch eine Teilnahme an der IBA profitieren und Akzente setzen. Die Entwicklung des Rosensteinquartiers ist für den OB "Herzstück" einer möglichen IBA. Zudem bieten auch die Quartiere im NeckarPark und rund um den ehemaligen EiermannCampus spannende Perspektiven, die im Zuge einer IBA von Experten und Öffentlichkeit diskutiert werden sollten.

Eine IBA kann auch die Qualität Stuttgarts als "grüne Stadt" weiter stärken. Durch die Kooperation mit der Region kann die Stadt gerade im Hinblick auf die Erlebbarkeit des Neckars und die Stärkung des Landschaftsraums profitieren, unterstreicht das Memorandum.