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Fachtagung im Rathaus zu "Glück im Quartier - Das gesellschaftliche Miteinander in lokalen Räumen gestalten"

12.01.2017 Aktuelles
Was bedeutet Glück im Quartier für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt? Und vor allem: Was versteht jeder Einzelne in seinem Wohnort, in dem er lebt, unter Glück im Sinne von Lebenszufriedenheit und Lebensqualität? Um diese Fragen geht es in der Fachtagung "Glück im Quartier" - Das gesellschaftliche Miteinander in lokalen Räumen gestalten", die die Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung zusammen mit dem Referat Soziales und gesellschaftliche Integration der Landeshauptstadt Stuttgart am 12. und 13. Januar 2017 veranstaltet. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen, in unterschiedlichen Workshops aktiv teilzunehmen.

Es ist mehr als nur eine glückliche Fügung, dass die Veranstalter den profilierten Protagonisten und Verfechter einer neuen Gesellschaftsordnung unter dem Aspekt Glück und Wohlbefinden gewinnen konnten: Der Programmdirektor des Zentrums für Bruttonationalglück und Leiter des "Gross National Happiness Centre" in Bhutan, Dr. Tho Ha Vinh, wird mit seinem Grundsatzvortrag und in Talkrunden seine Erfahrungen über die inneren und äußeren Bedingungen des Glücks im Rahmen der sozialen Erneuerung innerhalb unserer Gesellschaft referieren. Seine Botschaft bringt es auf den Punkt: "Das Bruttosozialglück ist keine Utopie, sondern eine Chance für die ganze Welt". In dem südasiatischen Staat Bhutan ist seit 1972 das Recht auf Glück staatspolitisch verankert.

Glücklichsein in einer Stadtgesellschaft

Mit der Fachtagung "Glück im Quartier - Das gesellschaftliche Miteinander in lokalen Räumen gestalten" wird nun der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht und gefragt, wie sich globale Perspektiven zum Glücklichsein auch in einer Stadtgesellschaft und - noch lokaler - in einem Quartier gestalten können. Die Rudolf Schmid und Hermann Stiftung ist davon überzeugt, dass Paradigmenwechsel in einer kommunalen Gesellschaft mit der Bewusstseinsveränderung der Bürgerinnen und Bürger in ihrem jeweiligen Wohnquartier beginnen. Wer also darüber nachdenkt, wie die Stadtgesellschaft der Zukunft leben kann, muss mit der Gestaltung der Quartiere anfangen. Wenn komplexe Themen wie beispielsweise Glück und Lebensqualität des Einzelnen spür- und erlernbar werden sollen, ist es leichter, Lösungen im Lokalen zu erproben.

Im Quartier gemeinsam lernen und leben

Von diesen Prämissen geleitet, steht deshalb das Quartier im Mittelpunkt der Tagung. Es werden die wichtigen Antworten zu chancengerechter Bildung, zu dem Sinn und den Werten der Arbeit, zu der Zugehörigkeit in einer Gesellschaft der Vielfalt und zu der Stadtentwicklung unter Beteiligung aller gesucht, die aus einer Quartiersperspektive betrachtet werden sollen. Das Quartier bietet die Chancen für das gesellschaftliche Miteinander im gemeinsamen Lernen und Leben. Die Tagung bietet ein Forum, das Quartier als Lernfeld für Neues und für das gemeinsame Ringen um "richtige Antworten" zu erkunden. Es geht um konkrete Lernorte und Institutionen wie Mehrgenerationenhäuser, Stadtteil- und Familienzentren sowie Bildungseinrichtungen, in denen gemeinsame Lernprozesse stattfinden können. Es werden Antworten der Bürgerinnen und Bürger auf die Fragen sein, die eine neue Haltung unserer Stadtgesellschaft bedeuten: Was sind wichtige Anliegen für quartiersbezogene Lern- und Verständigungsprozesse? Wie gelingt eine gemeinsame Verständigung im Quartier? Welche Orte und Akteure können gemeinsame Lernprozesse im Quartier unterstützen? Welche Voraussetzungen muss die Kommune schaffen, damit das Quartier dauerhaft ein gutes Lernfeld ist? Welchen Gewinn habe ich als Bürger/in, wenn ich mich für "mein Quartier" einsetze?

Alle Tagungsteilnehmer sind eingeladen, die Workshops und Foren selbst als Lernorte zu verstehen und sich als Lernende einzubringen. Der Besuch ist kostenfrei. Das ausführliche Programm für beide Tage ist ebenfalls auf der Homepage www.gebrueder-schmid-zentrum.de/fachtagung/einleitung/ nachzulesen.