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Für mehr Elektromobilität auf Stuttgarts Straßen: Workshop mit Autohäusern und KFZ-Innung im Rathaus

03.02.2017 Verkehr/Mobilität
Die Stadt Stuttgart hat am Freitag, 3. Februar, zusammen mit der KFZ-Innung Region Stuttgart zu einem Workshop zum Thema "Elektromobilität im Autohaus" eingeladen. An dem dreistündigen Workshop nahmen zahlreiche Autohäuser und Mobilitätsexperten aus Stuttgart und der Region teil.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zur Begrüßung: "Unser Ziel ist es, die Elektromobilität in der Stadt und in der gesamten Region weiter voranzutreiben. Den Autohäusern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Denn sie können die Verbraucher beraten und aufklären. Je mehr vollelektrische oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge verkauft werden, umso besser für die Stuttgarter Luft."
 
E-TaxiDie Ladeinfrastruktur für Elektroautos im Stadtgebiet war ein zentrales Thema des Workshops. Foto: Stadt Stuttgart
Torsten Treiber, Obermeister der KFZ-Innung Region Stuttgart, sagte: "Wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen die Luft in Stuttgart besser machen. Auch wir haben ein großes Interesse daran, mehr E-Fahrzeuge zu verkaufen. Denn der technologische Wandel ist auch eine Chance für den Handel. Wir müssen deshalb noch mehr Anstrengungen unternehmen, das Kundeninteresse zu steigern."

Elektromobilität für eine geringere Schadstoffbelastung

Im Kampf der Großstädte gegen Feinstaub und Stickstoffdioxid kann die Elektromobilität einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffe leisten. Aktuell sind von den rund 300.000 in Stuttgart zugelassenen PKW etwa 1.000 vollelektrisch und rund 600 mit Plug-in-Hybrid. Im Workshop im Rathaus wurde die Frage erörtert, wie man noch mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen kann und was die Stadt und die Autohäuser dazu beitragen können.

In zwei Arbeitsgruppen ging es zum einen um die Frage, ob die technischen Voraussetzungen für den Umstieg auf mehr Elektromobilität gegeben sind. Dazu gehört etwa das Vorhandensein einer funktionierenden Ladeinfrastruktur. In der zweiten Arbeitsgruppe wurde darüber diskutiert, wie man noch mehr Menschen zum Umstieg auf Elektromobilität bewegen kann.

Ergebnisse des Workshops

Beide Arbeitsgruppen kamen zu dem Ergebnis, dass die Bürger noch besser und transparenter über das Thema Elektromobilität informiert werden müssen. Eine gemeinsame Plattform könne Abhilfe schaffen und beispielsweise über die verschiedenen Modelle, zertifizierte Händler, Ladesäulen und Fördermöglichkeiten informieren. Zudem wurde erörtert, wie man durch Kaufanreize und Marketingaktionen noch mehr Menschen für E-Autos begeistern kann. So werden sich beispielsweise auf dem Aktionstag Elektromobilität, der am 8. Oktober auf dem Marktplatz und dem Karlsplatz stattfindet, verschiedene Händler und Mobilitätsanbieter mit Ständen präsentieren. Verbesserungsbedarf sehen die Experten bei den Themen Ladeinfrastruktur, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich, und Reichweiten der E-Fahrzeuge. Beides müsse langfristig besser werden, um noch mehr Menschen zum Umsteigen zu bewegen.

Die Expertenrunde will sich in Zukunft in regelmäßigen Abständen im Rathaus treffen und austauschen.