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Neue Broschüre "Ich schaffe das!" erschienen

13.02.2017 Kinder/Jugend
Bildung bringt Menschen voran. Das gilt für jedes Lebensalter, aber in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche. Mit der neuen Broschüre "Ich schaffe das" zeigt die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft auf, wie unterschiedlich Bildungswege sein können, wo die Herausforderungen liegen, wie viel Ausdauer sie oft erfordern und mit welchen Angeboten in Stuttgart den unterschiedlichen Bildungsbiografien von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen entsprochen wird.

"Ich bin dankbar, dass Stuttgart für die Kinder und Jugendlichen, die bei uns sind und die, die zu uns kommen, ein so reiches Angebot bereithält, und dass sich so viele Menschen, ob haupt- oder ehrenamtlich, täglich für die Bildung, die Integration und damit für die Zukunftsperspektive der Kinder und Jugendlichen engagieren", sagt Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung.

Die Broschüre informiert über Fakten und Daten zum Thema Zuwanderung und Flucht und erklärt das Asylverfahren in Deutschland. Der besonderen Situation der Jugendlichen unter 18 Jahren, den so genannten UMA, die ohne Begleitung eines für sie verantwortlichen Erwachsenen in Deutschland eingereist sind, ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Anhand von sechs konstruierten, aber typischen Bildungsverläufen stellt die Broschüre Catarina, Luzia, Lya, Senai, Aryan und Djamal vor. Sie sind mit ihrer Familie durch EU-Binnenwanderung, Drittstaatenzuzug oder Flucht nach Stuttgart gekommen und müssen sich mit unterschiedlichen Vorerfahrungen im deutschen Bildungssystem zurechtfinden, um ihren Weg gehen zu können.

Catarina, Luzia, Lya, Senai, Aryan und Djamal

Catarina ist sieben Jahre alt, in Portugal geboren und seit sechs Monaten mit ihrer Familie in Stuttgart. Sie besucht die Vorbereitungsklasse einer Grundschule. Ihr Beispiel zeigt, wie wichtig ihre Lernpatin für sie ist und wie Ferienangebote den schnellen Spracherwerb unterstützen.

Die zehnjährige Luzia ist mit ihrer Mutter aus Brasilien nach Stuttgart gezogen und will auf eine weiterführende Schule gehen. Sie besucht eine Ganztagesschule und profitiert dort von den vielen unterschiedlichen Angeboten.

Lya, eine irakische Werkrealschülerin, kam vor zwei Jahren in die Landeshauptstadt. Ihr Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass auch Eltern befähigt werden, ihre Kinder zu unterstützen.

Senais Reise von Somalia nach Deutschland begann vor fast zwei Jahren. Der damals 16-Jährige kam alleine und besucht eine Klasse des Schultyps Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse (VABO) mit dem Ziel, eine Ausbildung als Maler zu beginnen.

Aryan, ein iranischer Student, lebt seit vier Jahren in Deutschland.

Djamal leistet mit 18 Jahren Bundesfreiwilligendienst. Der junge Syrer erhofft sich dadurch einen Zugang zu einem Ausbildungsplatz.

Informationen, Angebote und Adressen

Weiterhin finden sich in der Publikation unter "Informationen, Angebote, Adressen" Hinweise zu Sprach- und Integrationskursen, Beratungsangeboten, ehrenamtlichem Engagement und zu Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten, die ergänzend zur Schule, Lernräume ermöglichen. Sie richtet sich an Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und auf der Suche nach weiteren fördernden Angeboten sind.

Die Broschüre wird von der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft im Referat Jugend und Bildung der Landeshauptstadt Stuttgart herausgegeben. Sie liegt an der Infothek im Rathaus, in den Bezirksrathäusern und in den Stadtteilbüchereien aus.

Zudem ist sie bei der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft, Eberhardstraße 1, Telefon 216-98526, E-Mail bip@stuttgart.de, erhältlich und kann unter www.stuttgart.de/bildungspartnerschaft heruntergeladen werden.