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Ort der Gastfreundschaft: OB Kuhn besucht Vesperkirche in der Leonhardskirche

01.03.2017 Soziales
Seit über 20 Jahren wird die Stuttgarter Vesperkirche einmal im Jahr zum "Zuhause auf Zeit" für bedürftige und einsame Menschen. OB Kuhn hat am Mittwoch, 1. März, die Hilfsaktion in der Leonhardskirche besucht und mit Bedürftigen vor Ort gesprochen. Kuhn sagte: "Die Vesperkirche bietet Bürgerinnen und Bürgern, die sich einsam und ausgegrenzt in unserer Stadt fühlen, einen Zufluchtsort. Sie erhalten hier nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern viel mehr: menschliche Zuwendung, medizinische Hilfe und ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Wir können dankbar sein, dass es diese Institution gibt."

Sieben Wochen lang, vom 15. Januar bis zum 4. März, erhalten Bedürftige in der Leonhardskirche täglich von 9 bis 16:15 Uhr ein Angebot mit Mittagessen für 1,20 Euro, Getränken, Vesperbrote und medizinischer Versorgung. Zudem gibt es Gesprächs- und Beratungsangebote. Immer sonntags findet die Kulturreihe "Kultur in der Vesperkirche" statt. Den Auftakt machte am 15. Januar der Chor "Zuflucht Kultur e.V." unter der Leitung von Cornelia Lanz.
 
OB Kuhn besucht Vesperkirche in der LeonhardskircheDiakoniedekan Klaus Käpplinger (3.v.li.) und Oberbürgermeister Fritz Kuhn im Gespräch mit Besuchern der Vesperkirche. Foto: Thomas Wagner

Hilfe für Menschen in Not

Die 23. Ausgabe der Vesperkirche findet dieses Jahr in der Verantwortung von Klaus Käpplinger, statt. Der Diakoniedekan hat nach dem Weggang der langjährigen Leiterin, Diakoniepfarrerin Karin Ott, kommissarisch auch diese Aufgabe übernommen. Käpplinger sagte: "Wer von Armut betroffen ist, hat oft auch mit Einsamkeit und Isolation zu kämpfen. An eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist meist nicht mehr zu denken. Die Vesperkirche ist daher ein Ort der Gastfreundschaft, an dem auch sichtbar wird, was sonst eher im Verborgenen geschieht, nämlich die Hilfe für Menschen in Not. Hier ist jede und jeder willkommen, egal wer sie ist oder was er hat." Der Dekan schätzt, dass bislang ca. 30.000 Menschen die Vesperkirche in Stuttgart besucht haben.

Über 800 Ehrenamtliche, darunter Schüler, Mitarbeiter verschiedener Unternehmen, Ärzte und Gemeindegruppen unterstützen die Arbeit der Hauptamtlichen der Evangelischen Kirche. Sie geben jeden Tag rund 600 Essen aus, nehmen sich Zeit für die Besucher und haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte.

Spendenfinanziertes Hilfsprojekt von über 30 Kirchengemeinden

Die Vesperkirche ist ein Hilfsprojekt von über 30 evangelischen Kirchengemeinden in Baden-Württemberg. Es findet jährlich im Winter statt und richtet sich an Arme und Bedürftige in der jeweiligen Stadt. Im Zentrum steht das warme Mittagessen, hinzu kommen Angebote wie medizinische Versorgung, Beratungsangebote sowie ein Kulturprogramm. Gründer ist der inzwischen verstorbene Diakoniepfarrer Martin Fritz. Er hat die Vesperkirche 1995 in der Stuttgarter Leonhardskirche ins Leben gerufen. 

Die Vesperkirche finanziert sich ausschließlich über Spenden. Außerdem unterstützen zahlreiche Firmen das Projekt mit kostenlosen oder vergünstigten Waren, zum Beispiel Medikamenten, Nahrungsmitteln oder Getränken. Auch in diesem Jahr belaufen sich die Kosten auf rund 260.000 Euro.

Spendenkonto BW Bank
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BIC: SOLADEST600