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Cotta-Literatur- und Übersetzungspreisträger Egon Schwarz gestorben

03.03.2017 Aktuelles
Egon Schwarz, Träger des 15. Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzungspreises der Landeshauptstadt Stuttgart (2008), ist am 11. Februar in St. Louis/Missouri, der US-amerikanischen Partnerstadt von Stuttgart, gestorben.
Schwarz wurde 1922 in Wien geboren. Die Familie emigrierte 1938 nach Bolivien, 1944 nach Chile, 1945 nach Ecuador und 1949 in die USA. Diese Jahre hat Schwarz in seiner bedeutenden Autobiographie "Keine Zeit für Eichendorff. Chronik unfreiwilliger Wanderjahre" geschildert.

Schwarz studierte 1949 bis 1954 deutsche und romanische Philologie. Von 1961 bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Washington University in St. Louis. Er lehrte außerdem an der Harvard University und als Gastprofessor an verschiedenen Universitäten in Amerika, Europa und Neuseeland.

Schwarz war einer der wichtigsten Vermittler deutscher Kultur in den Vereinigten Staaten. Zahlreiche Publikationen zur spanischen, deutschen und österreichischen Literatur und Kultur, vor allem zur deutschsprachigen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und der Exilliteratur liegen von ihm vor.