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Bürgermeister Pätzold weist Kritik vom Bund Deutscher Architekten zur Umgestaltung des Marktplatzes zurück

07.03.2017 Aktuelles
Baubürgermeister Peter Pätzold sieht keinen Grund, für die Umgestaltung und Sanierung des Marktplatzes einen neuen Architektenwettbewerb durchzuführen. Pätzold wies die Forderung vom Bund Deutscher Architekten (bda) und die Kritik am Verfahren zurück.

Der Bürgermeister erklärte am Dienstag, 7. März: "Das behutsame Sanierungskonzept für den Marktplatz, das die Verwaltung vorgeschlagen hat, wurde in gleich drei Gremien der Landeshauptstadt öffentlich diskutiert. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat die Verwaltung mehrheitlich beauftragt, die vorgeschlagene Maßnahme weiter auszuarbeiten, damit so bald wie möglich die Umsetzung erfolgen kann." Ziel sei es, den Marktplatz innerhalb des nächsten Doppelhaushaltes 2018/19 im neuen Glanz zu sehen.

Städtebauausschuss unterstützte vorgeschlagene Lösung

Pätzold unterstrich, auch der Bezirksbeirat Mitte habe die vorgeschlagene Lösung unterstützt, ebenso der Städtebauausschuss, besetzt mit sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern aus dem Bereich Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung. "Der Städtebauausschuss, in dem auch der bda vertreten ist, nimmt durch seine fachliche Besetzung eine zentrale Rolle in Fragen des Städtebaus und der Architektur in Stuttgart ein", sagte der Bürgermeister.

Alle drei Gremien hätten die Verwaltung aufgefordert, für die Detailplanung offene Fragen zu klären. Pätzold: "Jetzt werden Lösungsvorschläge zu den aufgeworfenen Fragen der Möblierung, Außengastronomie, Materialität und Nutzung des Platzes erarbeitet und dann abgestimmt."

Behutsame Sanierung und Umgestaltung des Marktplatzes

Auf der Grundlage der bisherigen Überlegungen zum Marktplatz hatte die Verwaltung den drei Gremien eine behutsame Sanierung und Umgestaltung des Marktplatzes vorgeschlagen. Die vielfältigen großflächigen Nutzungen (Wochenmarkt, Weihnachtmarkt, Weindorf, Festival der Kulturen etc.) und die Anforderungen, die daraus entstehen, legen einen großen Teil der Fläche fest. Die Gebäude um den Marktplatz und damit die Platzränder sind bis auf das Rathaus nicht in städtischer Hand.

"Diese engen Vorgaben in Verbindung mit den Erfahrungen aus dem Wettbewerb von 2005, haben die Verwaltung veranlasst, hier keinen Wettbewerb vorzuschlagen. Dies wurde auch so von den drei oben genannten Gremien bestätigt", erklärte Pätzold.