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Stuttgarts Bedeutung als Verlagsstadt

16.03.2017 Aktuelles
Das neue Monatsheft 2/2017 des Statistischen Amts thematisiert in einem Hauptbeitrag die Entwicklung und die heutige Bedeutung Stuttgarts als Verlagsstadt.

Stuttgart ist die Stadt des Buches, der Literatur, der Verlage und des Zwischenbuchhandels. Große Dichter und Denker sind hier geboren, haben ihre schöpferischen Spuren hinterlassen oder leben und arbeiten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Es gibt das Hegel- und das Schriftstellerhaus. Der Medienstandort wird zudem durch den Südwestrundfunk (SWR) sowie weiterer privater Sender geprägt.

Rund 5000 Personen arbeiten derzeit in der Stadt im Verlagswesen. In seiner kultur- und wissensvermittelnden Tätigkeit trägt der herstellende und der verarbeitende Buchhandel wesentlich zur Wahrnehmung des herausragenden Kulturstandorts bei.

Stuttgart als "Bibelzentrum" im deutschsprachigen Raum

Allen Konzentrations- und Strukturwandelprozessen zum Trotz hat Stuttgart seine Stellung als Verlagsstadt in den letzten Dekaden erfolgreich behauptet und weiter ausgebaut zur drittgrößten deutschen Verlagsstadt. Gleichzeitig hat sich in Folge der deutschen Wiedervereinigung das Standortgefüge der Branche deutlich verschoben. Leipzig gewinnt als traditionsreiche Verlagsstadt wieder an Bedeutung, Berlin hat die Chance als Bundeshauptstadt genutzt und sich an die Spitze gesetzt, München seine Dominanz verloren, Frankfurt und Hamburg sind gegenüber Stuttgart zurückgefallen.

Bezieht man die Verlagszahlen und die Titelproduktion auf die Stadtgröße, so nimmt Stuttgart seit einigen Jahren in Deutschland eine Spitzenstellung ein. Schwerpunkte der Buchproduktion waren und sind wissenschaftliche Literatur, Fachbücher, regionale Literatur und Schulbücher. Auch für religiöse Literatur ist Stuttgart traditionell bedeutsam, der Standort ist das "Bibelzentrum" im deutschsprachigen Raum schlechthin.

Konzentrations- und Schrumpfungsprozess hat Spuren hinterlassen

Was den stationären Buchhandel betrifft, so nimmt die Stadt mit der Anzahl der Buchläden, im Jahr 2015 waren es 62, einen mittleren Platz im Großstadtvergleich ein. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Stadtgröße liegt Stuttgart zusammen mit Köln an zweiter Stelle und knapp hinter Frankfurt, wo es die höchste Buchhandelsdichte in Großstädten über 500.000 Einwohnern gibt.

Der große Vorsprung, den Stuttgart und Frankfurt diesbezüglich einst gemeinsam gegenüber den anderen Städten auszeichnete, ist allerdings stark zurückgegangen. Denn der Konzentrations- und Schrumpfungsprozess insbesondere im inhabergeführten Sortimentsbuchhandel hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Buchhandelslandschaft in den meisten deutschen großen Großstädten liegt heute hinsichtlich der Buchladendichte weitgehend auf gleichem Niveau.

Weiterer Heftbeitrag analysiert schwerwiegende Verkehrsunfälle

Ein weiterer Heftbeitrag analysiert die schwerwiegenden Verkehrsunfälle in Stuttgart im Jahr 2015 unter den Aspekten Unfalltypen, Unfallbeteiligte sowie Örtlichkeiten innerhalb des Stadtgebiets.

Das Monatsheft Nr. 2/2017 ist beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39, Telefon 216-98587, Fax 216-98570, E-Mail komunis@stuttgart.de sowie unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem erhältlich. Es kostet vier Euro.