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Bürgermeisterin Isabel Fezer besucht die Wasenschule auf dem Frühlingsfest

11.04.2017 Bildung
Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, besucht am Dienstag, 25. April, um 10 Uhr die Wasenschule auf dem Frühlingsfest. Der eigens eingerichtete Lernort auf Zeit ist im Schulungsraum der Branddirektion Stuttgart untergebracht.

Rund 30 Kinder und Jugendliche beruflich Reisender im Alter zwischen sechs und 16 Jahren sind sechs Wochen lang zu Gast in Stuttgart und lernen Mathematik, Deutsch und Englisch an einem Ort, wo andere sich vergnügen, feiern und Achterbahn fahren.

"Für diese Kinder bedeutet jeder neue Festplatz auch eine neue Schule. Das ist immer wieder eine große Herausforderung. Zumal wir ja wissen, dass für eine erfolgreiche Schullaufbahn ein regelmäßiger Schulbesuch zwingend ist. Wir ermöglichen es Schülerinnen und Schülern während ihrer Zeit in Stuttgart, in einem vertrauten Rahmen zu lernen und Wissenslücken zu schließen", sagt die Bürgermeisterin. "Die ehrenamtlichen Bildungspaten leisten hierbei einen wichtigen Beitrag als Ergänzung zu den Bereichslehrern", so Fezer weiter. "Ich danke allen, die sich einbringen, denn nur durch das gute Zusammenspiel können die Kinder und Jugendlichen enorm davon profitieren."

Die Wasenschule öffnet ihre Türen montags bis freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr. Insgesamt sechs Wochen - die Zeit zwischen den Oster- und Pfingstferien - steht sie für den Schulbesuch zur Verfügung und bietet Schülerinnen und Schülern der 1. bis 9. Klasse eine individuelle Lernunterstützung in einer ihnen vertrauten Umgebung. 

In Stuttgart gibt es bereits zum zweiten Mal während des Frühlingsfestes in Abstimmung mit den Cannstatter Schulen einen Lernraum auf dem Cannstatter Wasen, der den Schülerinnen und Schülern das Lernen erleichtern soll. Zwei Bereichslehrkräfte, die mit der Förderung und Beratung der Kinder beruflich Reisender vom Kultusministerium beauftragt sind, leiten dieses besondere Angebot und werden dabei von einer Vielzahl ehrenamtlicher Bildungspaten unterstützt.

In der Regel sind die Schaustellerkinder ein halbes Jahr mit ihren Familien unterwegs und bereisen die Volksfeste und Weihnachtsmärkte Deutschlands und der umliegenden Länder. Mit dem Ortwechsel einhergehend ist der ständige Wechsel der Schule. Oft nur für wenige Tage, manchmal auch für mehrere Wochen, müssen die Schüler dann in eine neue Klasse integriert werden. Die zweite Jahreshälfte, meist im Winter und Frühling eines Jahres, verbringen die Schaustellerkinder am Heimatort und besuchen die reguläre Schule. Diese Stammschulen stellen für die Kinder individuelle Lehrpläne für die Reisezeit zusammen, die den Bereichslehrern als Arbeitsgrundlage dienen. Die Kinder und Jugendlichen werden dauerhaft und unterrichtsbegleitend von Bereichslehrkräften, die unabhängig vom Aufenthaltsort Kontakt halten, individuell gefördert und unterrichtet.