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Europäische Impfwoche

12.04.2017 Gesundheit
Die 12. Europäische Impfwoche vom 24. bis 30. April steht unter dem Motto "Impfungen wirken - Impfungen schützen in jeder Lebensphase".

Impfstoffe bieten Schutz in jedem Alter. Wer auf dem neuesten Stand ist, schützt sich selbst und Menschen im eigenen Umfeld vor ernsten und potenziell tödlichen Krankheiten. Kinder unter fünf Jahren sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, bei Krankheiten wie Keuchhusten oder Masern ernste Komplikationen zu entwickeln oder daran zu sterben.

Gesunde Erwachsene, die sich mit impfpräventablen Krankheiten infizieren, können diese an andere anfällige Personen übertragen, die möglicherweise ein hohes Risiko ernster Komplikationen haben, wie beispielsweise Babys oder immungeschwächte Personen. 

Die Masern gelten als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen und können in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auslösen. Sie sind auch eine der wenigen Infektionskrankheiten, die durch eine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung weltweit ausgerottet werden könnten. Für eine dauerhafte Elimination einheimischer Masern müssten mehr als 95 Prozent einer Bevölkerung mindestens zwei Masernimpfungen erhalten. Viele Länder, so auch Deutschland, treten seit Jahren hinsichtlich der angestrebten Masern-Elimination auf der Stelle.

Die Masernimpfquoten der vier- bis fünfjährigen Kinder sind in Baden-Württemberg in den letzten Jahren leicht angestiegen. Landesweit haben 95,2 Prozent der Kinder wenigstens eine und 89,5 Prozent zwei oder mehr Masernimpfungen erhalten. Das hat die Auswertung der aktuellen Einschulungsuntersuchung ergeben. In der Landeshauptstadt lag die Impfquote für die erste Masernimpfung in dieser Altersgruppe ebenfalls bei 95,2 Prozent. Zwei oder mehr Impfungen gegen Masern hatten 88,4 Prozent erhalten.

Dennoch bleibt Grund zur Sorge: insbesondere Jugendliche und junge Erwachsenen sind zumeist nicht ausreichend gegen Masern geimpft. So waren in den Jahren 2015, 2016 und 2017 in den Januar- und Februarmonaten zwischen 40 bis 50 Prozent der an Masern erkrankten Personen älter als 15 Jahre. 

Das Gesundheitsamt bittet alle, ihren Impfschutz zu überprüfen und sich und andere durch eine Impfung zu schützen. Gelegenheit zur Impfberatung und Überprüfung des Impfpasses gibt es am 13. Mai beim Tag der offenen Tür im Rathaus am Stand des Gesundheitsamts.