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ECOfit: 10 Jahre Umweltschutz in Stuttgarter Unternehmen - OB Kuhn: "Erfolgreiche Verbindung von Ökonomie und Ökologie."

08.05.2017 Umwelt
Umweltfreundlich arbeiten und dadurch Geld sparen: Das ist das Ziel des Förderprogramms ECOfit. Seit 2007 konnte das Amt für Umweltschutz 41 Betriebe aus Stuttgart und den angrenzenden Landkreisen für die Teilnahme gewinnen. Zum 10-jährigen Bestehen hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Montag, 8. Mai, Vertreter dieser Firmen im Rathaus begrüßt.

Der OB dankte den Unternehmen für ihre Bereitschaft, den Umweltschutz zu unterstützen. Er sagte: "Die Investitionen sind gut angelegt. Sie rechnen sich heute für Ihr Unternehmen und die Umwelt und morgen für die nachfolgenden Generationen. ECOfit ist eine erfolgreiche Verbindung von Ökonomie und Ökologie", fasste Kuhn zusammen. Ohne die Beteiligung des Mittelstandes könne die Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart nicht gelingen. Neben der Industrie und den Haushalten gehörten die kleinen und mittleren Betriebe zu den größten Energieverbrauchern in Stuttgart, so der OB. Kuhn weiter: "Bis 2020 wollen wir mit 20 Prozent weniger Energie auskommen. Das gelingt uns mit Partnern wie Ihnen."
 
Verleihung der ECOfit Urkunden durch Oberbürgermeister Fritz Kuhn im Festraum des Stuttgarter Rathauses.Verleihung der ECOfit Urkunden durch Oberbürgermeister Fritz Kuhn im Festraum des Stuttgarter Rathauses. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Senkung des Energieverbrauchs

Neben der Reduzierung des Abfalls und der Schulung der Beschäftigten betreffen viele Maßnahmen vor allem den Energieverbrauch in den Betrieben. Sei es bei der Produktion, der Beleuchtung oder der Beheizung der Betriebsräume. So hat die Sika Deutschland GmbH an ihrem Standort in Stammheim ein Energiemonitoring eingeführt und spart jetzt bis zu 2.300 MWh Energie pro Jahr. Das entspricht ca. 110.000 Euro. Die Otto Roth GmbH & Co KG spart durch den Austausch alter Pumpen pro Jahr 25.000 kWh bzw. 4.000 Euro.

Einige Betriebe haben sich nach Abschluss des Förderprogramms zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Sie treffen sich mehrmals im Jahr und tauschen sich zur Entwicklung des betrieblichen Umweltschutzes aus. Neben Firmen aus dem Dienstleistungsbereich, wie dem Sparkassenverlag oder dem Georg Thieme Verlag, sind auch chemische Betriebe, wie die SIKA Deutschland GmbH oder die Farbenfabrik Flint Group, im Netzwerk aktiv.

Das ECOfit-Förderprogramm des Landes richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Sie sollen dabei unterstützt werden, ein systematisches Umweltmanagement einzuführen, Chancen zu erkennen sowie den Ressourcenverbrauch und damit auch die Betriebskosten zu reduzieren. Durch Workshops und Vor-Ort-Besichtigungen werden Schwachstellen in der Produktion oder Logistik aufgespürt. Gemeinsam mit den Fachleuten der Beratungsagentur Arqum werden anschließend Maßnahmen erarbeitet, um den Energieverbrauch zu senken, die Abfallmenge zu reduzieren oder die Fahrstrecken zu minimieren.

Anmeldung

Für die nun wieder anstehende Runde können sich Unternehmen noch anmelden. Auskünfte erteilt das Amt für Umweltschutz (Herr Bühle, Telefon 216-88718 oder Mail: peter.buehle@stuttgart.de) oder das Beratungsunternehmen Arqum (Frau Leibing, Telefon 0711 90035900 oder stuttgart@arqum.de).