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Verkehrsüberwachungsbilanz 2016: Mehr registrierte Verstöße und Fahrverbote durch neuen Blitzer in der Theodor-Heuss-Straße

17.05.2017 Verkehr/Mobilität
Rund 1440 Autofahrer mussten im vergangenen Jahr ihren Führerschein abgeben, weil sie schneller als erlaubt unterwegs waren. 2015 waren es noch knapp 950. Die Zahl der registrierten Verstöße stieg um 20 Prozent. Das hat das Amt für öffentliche Ordnung am Mittwoch, 17. Mai, in einer Auswertung vorgestellt. Die Auswertung unterscheidet zwischen stationären und mobilen Kontrollen.

Stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen

Die stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen erfassten insgesamt 330.833 Geschwindigkeitsverstöße. Davon wurden allein 78.214 Verstöße von den am 23. Mai in Betrieb genommenen Anlagen auf der Theodor-Heuss-Straße registriert.

Zieht man diese Verstöße von der Gesamtsumme ab, bewegen sich die Verstoßzahlen (252.619 Verstöße) an den anderen stationären Anlagen annähernd auf dem Vorjahresniveau (264.539 Verstöße). Dabei wurden 92 Prozent der Verstöße im Verwarnungsgeldbereich (maximal 20 km/h zu schnell) registriert. 8 Prozent der Verstöße lagen oberhalb von 20 km/h und damit im Bußgeldbereich. 


2016 wurden deutlich mehr massive Verstöße erfasst als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist jedoch ausschließlich auf die neuen Anlagen in der Theodor-Heuss-/ Friedrichstraße zurückzuführen. Dort wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit zum Schutz der Fußgänger von 22.00 bis 6.00 Uhr auf 30 km/h herabgesetzt. In der Zeit zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr abends gilt nach wie vor 50 km/h.

Dazu Susanne Scherz, Leiterin des Bereichs Straßenverkehr beim Amt für öffentliche Ordnung: "Die vielen registrierten Geschwindigkeitsverstöße auf der Theodor-Heuss-/ Friedrichstraße zeigen, dass die Errichtung der Anlagen sinnvoll war. Insbesondere nachts haben wir zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße erfasst. Dank der Überwachungsanlagen gehen jetzt viel mehr Fahrer vom Gas."

Im Jahr 2015 hatte die Stadt 595 Verstöße im Fahrverbotsbereich erfasst (innerorts ab 31 km/h zu schnell, außerorts ab 41 km/h zu schnell). Im letzten Jahr wurden an den stationären Anlagen insgesamt 949 Verstöße im Fahrverbotsbereich registriert (davon allein 417 auf der Theodor-Heuss-/ Friedrichstraße).

Bereinigt man die Gesamtanzahl um diese Verstöße, bewegen sich die Zahlen mit 532 Verstößen sogar unter dem Vorjahresniveau. Der Spitzenreiter war mit 146 km/h auf der Cannstatter Straße unterwegs, erlaubt sind hier 50 km/h.

 

Mobile Geschwindigkeitskontrollen

Bei der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung wurden 2016 etwas mehr Verstöße erfasst als im Vorjahr.

In Tempo 30-Zonen und Verkehrsberuhigten Bereichen stieg die Anzahl der erfassten Verstöße von 38.831 (2015) auf 43.473 (2016). Erfreulicherweise hat sich hier die Anzahl der intensiven Verstöße verringert: nach 73 Fahrverboten im Jahr 2015 waren es 2016 noch 64 Fahrverbote. Insgesamt wurden 97,6 Prozent der Verstöße im Verwarnungsgeldbereich und 2,4 Prozent im Bußgeldbereich registriert.

Auch auf dem Vorbehaltsstraßennetz verzeichnete die Stadt einen leichten Anstieg der Verstöße um 4,5 Prozent. Auffällig ist, dass sich die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße im Fahrverbotsbereich um mehr als 50 Prozent erhöht hat. Insgesamt wurden hier 4,4 Prozent der Geschwindigkeitsübertretungen im Bußgeldbereich und 95,6 Prozent im Verwarnungsgeldbereich erfasst.

Verkehrsüberwachungsbilanz 2016: Tabellen (PDF)