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Dialog macht Schule - Jetzt bewerben als Dialogmoderator!

24.05.2017 Aktuelles
Junge Akademiker und Schüler der Klassen 7 bis 9 zusammenzubringen, wichtige persönliche Themen offen auszutauschen und für Demokratie zu werben - das will das Programm "Dialog macht Schule". Studierende oder Absolventen aller Fachrichtungen können sich jetzt als "Dialogmoderator" für die Arbeit an Stuttgarter Schulen melden. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai.

Der Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration Werner Wölfle sagt: "Beide Seiten profitieren enorm von diesem Programm. Die jungen Akademiker lernen die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler kennen. Und die Schüler erfahren, wie wichtig das Engagement für unsere Demokratie ist. Deshalb tragen wir als Stadt dieses Programm, das es sonst nirgends in Baden-Württemberg gibt, bereits seit 2009."

In "Dialog macht Schule" werden Jugendliche der Klassenstufe 7 bis 9 aller Schularten in festen Kleingruppen wöchentlich durch Dialogmoderatoren begleitet. Themen können sein: Identität, Heimat, Zukunft, Schule, Geschlechterrollen, Drogen oder Rassismus. Wo es sich anbietet, gibt es darüber hinaus auch Aktivitäten.

Ausbildungsablauf und Arbeit an den Schulen

Die Dialogmoderatoren arbeiten in Tandems mit den Jugendlichen. Eine Gruppe besteht aus maximal 15 Jugendlichen, die aus der gleichen Stuttgarter Schule kommen. Zu Beginn ihrer Tätigkeit bekommen die Dialogmoderatoren eine Grundausbildung (21. bis 26. August 2017) gemeinsam mit Moderatoren aller anderen Standorte in Deutschland. Die Grundausbildung findet in der Nähe von Berlin statt und ist für die Auszubildenden kostenlos. Nach der Grundausbildung geht es an die Schulen. Eine Gruppe läuft über den Zeitraum von zwei Schuljahren mit wöchentlich zwei Schulstunden. Das bietet viel Zeit, intensive Beziehungen aufzubauen und so auch an besonders sensible Themen heranzukommen, die Jugendliche wirklich interessieren. Während dieser zwei Jahre werden die Dialogmoderatoren intensiv begleitet. Alle zwei Monate können sie mit anderen Moderatoren in den Austausch über ihre Erfahrungen gehen. Dazu kommen regelmäßige Fortbildungen zu Themen wie Gruppenführung oder Umgang mit Mobbing. Die Gruppen werden durch die Projektkoordination zwei bis drei Mal pro Schuljahr besucht und in allen Fragen beraten.

Kompetenzen verbessern und Verantwortung übernehmen

In diesem Programm müssen die Dialogmoderatoren ihre Gruppen effektiv leiten, übernehmen Verantwortung und verbessern ihre Führungskompetenz. Sie gestalten aktiv Gruppenprozesse und bieten den Jugendlichen zahlreiche Lernmöglichkeiten. Dabei lernen die Moderatoren eine Menge über die Lebenswelten Jugendlicher. Die Arbeit im Tandem verbessert die Teamfähigkeit in vielerlei Hinsicht. Schule wird als Ort der Begegnung und des Lernens aus einer ganz neuen Perspektive für alle Beteiligten erfahrbar.

Durch die Netzwerke der Stadt Stuttgart erfahren die Dialogmoderatoren sehr viel über weitere Projekte und Veranstaltungen im Bereich Kultur und Politik in Stuttgart, können daran teilhaben und lernen so die Vielseitigkeit der Bildungsangebote in Stuttgart kennen.

Voraussetzungen, um Dialogmoderator zu werden

  • Offenheit gegenüber Jugendlichen, Bereitschaft auch mit und von ihnen zu lernen
  • Vorzugsweise noch im Studium befindlich
  • Genügend Zeit, wöchentlich zur gleichen Zeit die Gruppe zu leiten
  • Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen
  • Lust daran, über gesellschaftliche Themen auf Augenhöhe in Dialog zu treten
  • Bereitschaft mit Schulen zu kooperieren

Informationen zum Projekt und zur Bewerbung ist finden Sie online unter: www.dialogmachtschule.de. Die Bewerbung ist bis zum 31. Mai möglich.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Konstantinos Kosmidis zur Verfügung. Per Mail unter konstantinos.kosmidis@stuttgart.de oder telefonisch unter 0711 216 80398.