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Segler und Schwalben auf dem Rückzug - Nistplätze melden

26.06.2017 Umwelt
Im Rahmen der Modernisierung von Gebäuden, wie zum Beispiel bei Wärmedämmung, und der Industrialisierung der landwirtschaftlichen Betriebe ändern sich die Lebensbedingungen für viele Tiere in den besiedelten Bereichen. Einige Arten, wie beispielsweise Schwalben und Mauersegler, verlieren unter anderem durch die Veränderungen ihre Niststätten an den Gebäuden und in den Ställen. Diese Arten sind den Menschen in den letzten Jahrhunderten in die Dörfer und Städte gefolgt und konnten dort ihren Lebensraum erweitern.

Ein Rückgang der Mehl- und Rauchschwalben ist in vielen Bereichen zu beobachten und in Stuttgart auch durch die jährliche Schwalbenzählung des Nabu Stuttgart belegt. In diesem Jahr werden im Auftrag des Amts für Umweltschutz zudem noch die Stadtteile Birkach, Botnang, Mühlhausen, Münster, Plieningen und Stammheim von Vogelexperten auf Schwalben untersucht, um neue Erkenntnisse zu ihrer Verbreitung in Stuttgart zu gewinnen und passende Maßnahmen für die Arten zu entwickeln. Um die Nester besser zu sehen und die Vögel zu beobachten, sind die Fachleute mit Ferngläsern ausgestattet und gehen im Juni und Juli in diesen Stadtteilen durch die Straßen.

Der Mauersegler kommt als Nachzügler Anfang Mai in Stuttgart an und fliegt als einer der ersten Anfang August wieder in sein Winterquartier in Südafrika. Zu erkennen ist er an seinen schrillen Rufen und seinen akrobatischen Flügen. Die meiste Zeit ist er fliegend in einem großen Umkreis unterwegs, und die Niststätten werden meist nur morgens, abends und in der kurzen Nestlingszeit zum Füttern angeflogen. Das macht eine Erfassung sehr schwierig. Daher bittet das Amt für Umweltschutz die Stuttgarterinnen und Stuttgarter um aktive Mithilfe, Nistplätze der Mauersegler in Stuttgart zu melden, unter der E-Mail-Adresse
mauersegler-stuttgart2017@geschuetzte-arten.de . Mit Hilfe der Bürger können die Experten besser angepasste Vorschläge für Maßnahmen für den Mauersegler entwickeln, dessen Bestand seit einigen Jahren stark abnimmt.