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Stuttgart bewirbt sich um den Titel "Europäische Innovationshauptstadt 2017" - Projekt "Zukunftslabor Kultur" soll EU Auszeichnung nach Stuttgart holen

28.06.2017 Aktuelles
Die Landeshauptstadt Stuttgart bewirbt sich bei der Europäischen Union mit dem Projekt "Zukunftslabor Kultur" um die Auszeichnung als "Europäische Innovationshauptstadt 2017".

Im besonderen Fokus des Zukunftslabors steht die digitale Transformation. Der mehrjährige Prozess wird die Zukunftsperspektiven einzelner Kultursparten und die Auswirkungen der Digital- und Robotertechnik auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben analysieren. Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte: "Innovationsprozesse sehen wir nicht einfach nur als technologische Prozesse an. Wir verstehen Innovationsprozesse vor allem auch als kulturelle Prozesse."

Kulturbürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte am Mittwoch, 28. Juni: "Wir widmen uns umfassend und intensiv der kulturellen Zukunftsforschung und schlagen mit dem 'Zukunftslabor Kultur' ganz neue Wege ein." Das "Zukunftslabor Kultur" gehe bei der Bewerbung als Testfeld für innovative Praktiken und Produkte ins Rennen. Die Verknüpfung von Kunst, Technologie und Gesellschaft mit Fokus auf dem technologischen Fortschritt könne richtungsweisend für andere Städte sein, die sich auf die Kooperation von Mensch und Maschine vorbereiten wollen, so Dr. Mayer und weiter: "Stuttgart will Vordenker für die Themen der Zukunft sein und möchte den Technikfortschritt für nachhaltige Lösungen nutzen."

Das Zukunftslabor versteht sich gleichermaßen als Antreiber und als Korrektiv technologischer Grenzüberschreitungen. Es erforscht das "digiloge" Miteinander von Digitalem und Analogem. Mit den Forschungs- und Denkprozessen des Zukunftslabors schafft das Kulturamt Diskussions- und Experimentalräume für den offenen, konstruktiven Austausch über die Kulturstadt von morgen. Geplant sind breite Diskussionen, Workshops und Expertenhearings, an denen sich die Kulturszene sowie interessierte Bürgerinnen und Bürgern, Experten, Praktiker und Zukunftsforschern beteiligen. Partner des "Zukunftslabors Kultur" sind wissenschaftliche und gesellschaftliche Einrichtungen, wie die Universität Stuttgart und die Hochschule der Medien, Stuttgart.

Mit der Auszeichnung soll denjenigen Städten europäische Anerkennung entgegengebracht werden, die in ihren Gemeinden am besten "Innovation" fördern. Insbesondere sollen jene Städte belohnt werden, die bereit sind, als Testfeld für innovative Lösungen zu fungieren, um lokale relevante Herausforderungen in der Vernetzung öffentlicher wie privater Akteure zu bewältigen.

Ein unabhängiges Expertengremium wird in den Sommermonaten den Preisträger für 2017 auswählen. Die Siegerstadt erhält sowohl einen Titel als auch einen Geldpreis von einer Million Euro, um ihre Innovations-Anstrengungen noch weiter auszubauen.