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Stuttgart will Radfahren noch stärker fördern - Stadt stellt nach Abstimmung mit dem Land Förderantrag zu Radschnellverbindungen

30.06.2017 Verkehr/Mobilität
In Stuttgart sind immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs. Dazu erklärte der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, am Freitag, 30. Juni: "Kurze Strecken, auch in der City, legt man am schnellsten mit dem Rad zurück. Deshalb sind Radschnellverbindungen eine notwendige Ergänzung zu unserem Hauptradroutennetz."

Daher war die Stadt in den letzten Wochen in Abstimmungsgesprächen mit dem Land, welche Themen im Rahmen der geplanten Radschnellverbindungen in Stuttgart zu untersuchen sind. Dazu gehören nicht nur die Anbindung der Radschnellwege von außerhalb, sondern auch eine Machbarkeitsuntersuchung, wo im Radnetz zusätzliche urbane Radschnellwege möglich sind. 

Pätzold weiter: "Schnelle, direkte und sichere Wege sind eine Voraussetzung für Radler.  Das ist die Grundlage unserer Hauptradrouten. Wir prüfen aktuell, wo und wie wir die Radschnellwege aus der Region bei uns anbinden. Wir werden auch prüfen, wo wir Radschnellwege auch in der Stadt umsetzen können. Dazu sind wir seit Wochen in der Abstimmung mit dem Land." Stadt und Land haben gestern ein dazugehöriges Paket abgestimmt, mit dem die Stadt die Förderung im Rahmen des Landesprogramms beantragt. 

Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr Baden-Württmeberg, ergänzte: "Wir begrüßen es, dass die Stadt Stuttgart untersuchen lässt, wie schnelle, direkte, auf große Radverkehrsmengen ausgerichtete Radschnellverbindungen in Stuttgart das Radfahren verbessern und auch auf langen Strecken noch attraktiver machen können. Darin sehen wir eine große Chance zu Entlastung der Stadt von Stau, Lärm und Luftschadstoffen."

Rad-Etat soll auf fünf Millionen Euro anwachsen

Der aktuelle Rad-Etat beträgt rund drei Millionen Euro. "Wir werden dem Gemeinderat vorschlagen, die im letzten Haushalt schon erhöhte Pauschale noch einmal um jährlich zwei Millionen Euro zu erhöhen. Damit könnten wir den Radverkehr mit fast fünf Millionen Euro pro Jahr fördern", so Pätzold. Unterstützt werden soll dies auch durch zusätzliches Personal. 

Pätzold stellt klar: "In Stuttgart gibt es schätzungsweise 650.000 Räder. Tendenz steigend. Unsere Zählstationen auf der König-Karls-Brücke und der Böblinger Straße werden Jahr für Jahr von mehr Radlern passiert. Laut Bürgerumfrage des Statistischen Amts nutzt jeder Dritte mindestens einmal die Woche das Rad. Im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sind es sogar 53 Prozent. Dies sind positive Anzeichen: für die Gesundheit jedes Einzelnen, der sich auf das Rad schwingt, wie auch für die Luftqualität unserer gesamten Stadt. Die Verwaltung arbeitet intensiv am Ziel, den Anteil des Radverkehrs zu steigern."  

Der Gemeinderat hatte am Donnerstag, 29. Juni beschlossen, 50.000 Euro für eine Imagekampagne zum Radfahren in Stuttgart bereitzustellen. Noch vor der Sommerpause wird sich der Ausschuss für Umwelt und Technik mit dem "Radverkehrsförderprogramm" beschäftigen.