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Bundespräsident zu Gast im Stuttgarter Rathaus

03.07.2017 Aktuelles

Bundespräsident zu Gast im Stuttgarter Rathaus - OB Kuhn: "Eine Ehre, dass Sie Baden-Württemberg und seine wunderschöne Hauptstadt besuchen" - Austausch mit Jugendräten

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Montag, 3. Juli, Bundespräsident Frank- Walter Steinmeier im Stuttgarter Rathaus empfangen. Der OB begrüßte gemeinsam mit seiner Frau, Waltraud Ulshöfer, das Staatsoberhaupt und dessen Frau, Elke Büdenbender, auf der Rathaustreppe. Begleitet wurde Steinmeier vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, und dessen Frau, Gerlinde Kretschmann. Bei der Ankunft auf dem Marktplatz suchte der Bundespräsident zunächst das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern, die sich vor dem Rathaus eingefunden hatten.

Der Bundespräsident und seine Frau trugen sich im Festraum des Stuttgarter Rathauses ins Goldene Buch der Landeshauptstadt ein.

OB Kuhn sagte: "Es ist uns eine große Ehre, dass Sie das Land Baden-Württemberg und seine wunderschöne Hauptstadt besuchen. Stuttgart ist eine besondere Stadt mit starker Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Daneben sind wir sehr reich an Kultur, worauf wir besonders stolz sind." Stuttgart sei zudem eine grüne Stadt mit viel Wald und vielen Feldern. Kuhn verwies auch auf das städtische Weingut, so was gebe es in keiner anderen deutschen Landeshauptstadt. Kuhn weiter: "Wir haben aber leider zu viel Stau und zu wenige bezahlbare Wohnungen. An diesen Problemen arbeiten wir. In der Summe leben die Stuttgarter gerne in dieser Stadt", so der OB.

Bundespräsident Steinmeier sagte: "Ich bin in den letzten Jahren häufig in Stuttgart gewesen, zum Beispiel bei öffentlichen Diskussionen. Als Außenminister war ich Gast bei Veranstaltungen des Instituts für Auslandsbeziehungen und durfte kürzlich den 100. Geburtstag des Instituts mitfeiern. Ich bin jetzt gerne wieder nach Stuttgart gekommen. Ein Antrittsbesuch ist nicht der letzte Besuch, sondern einer von vielen, die noch kommen werden."

Gastgeschenke: Pfeffermühle und "Merlot" vom städtischen Weingut

Als Gastgeschenke überreichte Oberbürgermeister Kuhn eine handgefertigte Pfeffermühle aus Kirschholz in Form des Stuttgarter Fernsehturms und als Sonderabfüllung des städtischen Weinguts einen "Merlot" 2015 in der Magnumflasche aus der Lage Cannstatter Zuckerle, einem Terrassenweinberg.

Im Anschluss diskutierte der Bundespräsident mit Vertretern des Stuttgarter Jugendrats. Themen des Gesprächs waren die Verbesserung der politischen Beteiligung unter den Jugendlichen und die Vermittlung von Kommunalpolitik an Schulen. Für die Jugendratswahl 2018 wünschte der Bundespräsident den Jugendräten viel Erfolg. "Man kann Dinge verändern, wenn man sich einsetzt. Meine Erfahrung ist: Wenn man sich politisch engagiert, kommt man nicht mehr davon los", so Steinmeier.


Die Stadt hatte den Jugendrat Mitte der 1990er Jahre ins Leben gerufen. 14- bis 18-jährige Jugendliche engagieren sich in diesem Gremium für ihren Stadtbezirk. Sie werden direkt gewählt. Aktuell zählt die Stadt 162 Jugendräte in 15 Stadtbezirken. Für ihre Sitzungen bestimmen sie die Agenda selbständig, ihre Beschlüsse werden in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und der Stadtverwaltung weiterbearbeitet. Dank ihres Engagements wurde das Scool Abo, ein vergünstigtes Schülerticket des VVS, verbessert, mehrere Nachtbuslinien eingeführt, eine Skateanlage errichtet oder Bolzplätze gebaut.


Der Bundespräsident besucht im Rahmen seiner Deutschlandreise am 3. und 4. Juli Baden-Württemberg. Bei dem zweitägigen Aufenthalt gehören neben dem Stuttgarter Rathaus auch die Villa Reitzenstein, der Landtag, das Literaturarchiv Marbach, der Nationalpark Schwarzwald sowie die Erinnerungsstätte und das Denkmal der 1849 erschossenen Freiheitskämpfer in Rastatt zu den Stationen.