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Fortschreibung des Aktionsplans "Nachhaltig mobil in Stuttgart" mit großer Mehrheit beschlossen

18.07.2017 Aktuelles
Ein Paket für mehr Lebensqualität in Stuttgart: Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat am Dienstag, 18. Juli, der 1. Fortschreibung des Aktionsplans "Nachhaltig mobil in Stuttgart" bei nur einer Gegenstimme zugestimmt.

In der Fortschreibung des Aktionsplanes finden sich neben Maßnahmen, die in den letzten Jahren bereits auf den Weg gebracht wurden und weiter fortgeführt werden, auch sehr viele neue Maßnahmen. Darunter etwa eine "Abwrackprämie" für Zweitakt-Zweiräder, die Verdopplung des Radetats oder die Einrichtung einer Schnellbuslinie von Bad-Cannstatt in die Innenstadt. Die Räte dokumentierten mit dem Aktionsplan auch ihren ausdrücklichen Willen, Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Bereiche im gesamten Stadtgebiet auszuweiten, die Nassreinigung der Straßen rund um das Neckartor fortzusetzen und ein "1-Zonen-Ticket" für die gesamte Stadt einzuführen.

Auch alle Maßnahmen, die Ende Juni vom Bündnis für Mobilität und Luftreinhaltung im Gemeinderat beschlossen wurden, wurden in der Fortschreibung des Aktionsplans berücksichtigt. Dazu gehört etwa eine Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn in Vaihingen und ein städtebaulicher Wettbewerb für einen "Neuen Cityring".

Schadstoffe, Lärm und Staus reduzieren

Der Gemeinderat der Landeshauptstadt hat den Aktionsplan im Jahr 2013 in seiner ersten Fassung verabschiedet. Ein großer Teil der im ursprünglichen Aktionsplan enthaltenden Projekte wurde inzwischen umgesetzt.

Ziel des Aktionsplans ist es, die Lebensqualität in Stuttgart durch die Reduzierung von Schadstoffen, Lärm, Staus und Stress zu erhöhen. In neun Handlungsfeldern, z.B. ÖPNV, Berufsverkehre oder stadteigene Mobilität, wurden dazu konkrete Maßnahmen identifiziert, mit denen das Ziel durch eine nachhaltige Mobilität für und in Stuttgart erreicht werden kann. Darunter ist etwa der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Unterstützung von Unternehmen bei der Erstellung von Mobilitätskonzepten, die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf emissionsarme Fahrzeuge, die Umsetzung des Parkraummanagements und der weitere Ausbau des Radverkehrs.

Die erfolgte Fortschreibung ist zugleich Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung des ersten Aktionsplans. Sie wurde vom Lenkungskreis Mobilität unter dem Vorsitz von OB Fritz Kuhn und mit der Unterstützung aller Fachämter und Referate erarbeitet. Über die konkrete Umsetzung der einzelnen Maßnahmen entscheiden die politischen Gremien der Landeshauptstadt im Einzelfall durch die erforderliche Bereitstellung von Geld und Personal auf der Grundlage einzelner Beschlussanträge. 

Alle Infos: www.stuttgart.de/nachhaltig-mobil