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Stuttgart unter den Großstädten Spitzenreiter bei der wirtschaftlichen Leistungskraft

07.09.2017 Wirtschaft
Der Hauptbeitrag "Wirtschaftliche Leistungskraft in Stuttgart und den anderen deutschen Großstädten" des Monatshefts 7/2017, herausgegeben vom Statistischen Amts der Landeshauptstadt Stuttgart, dokumentiert, dass das Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigen in Stuttgart zwischen 2000 und 2014 besonders stark zugenommen hat. Dadurch rückt die baden-württembergische Landeshauptstadt unter den deutschen Großstädten vom fünften auf den zweiten Platz hinter Frankfurt am Main vor.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigen gilt allgemein als Indikator für die Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft, es steht darüber hinaus für die Arbeitsproduktivität und gibt Hinweise für den materiellen Wohlstand einer Region.

Verarbeitendes Gewerbe sorgt für Zuwachs

Nach den aktuell vorliegenden Daten des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder belegt Stuttgart 2015 sogar den ersten Rang mit knapp 100.000 Euro pro Erwerbstätigen, da zwischen 2014 und 2015 der Zuwachs in Stuttgart mit plus 7,4 Prozent deutlich höher liegt als in Frankfurt mit plus 0,7 Prozent. Dafür verantwortlich war vor allem, dass in Stuttgart die Bruttowertschöpfung im hier nach wie vor fest verankerten Verarbeitenden Gewerbe um 19,3 Prozent, in der Bankenmetropole Frankfurt die Wertschöpfung des dort dominierenden Bereichs Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Immobilienwesen lediglich um 3,2 Prozent zugenommen hat.

Auch im Zeitraum 2000 bis 2015 ragt Stuttgart beim Verarbeitenden Gewerbe mit einem Wertschöpfungszuwachs um 90,6 Prozent und einer Erwerbstätigenabnahme um 9,5 Prozent heraus, in Deutschland waren es insgesamt plus 41,9 beziehungsweise minus 4 Prozent. Die damit verbundene deutliche Produktivitätssteigerung Stuttgarts ist im Wesentlichen auf den Automobilbau zurückzuführen.  

Unter den Großstädten erzielte Stuttgart 2000 bis 2015 mit plus 27.331 Euro pro Erwerbstätigen die mit Abstand höchste Zunahme der wirtschaftlichen Leistungskraft. Lediglich München konnte mit plus 21.758 Euro je Erwerbstätigen die 20.000er-Marke übertreffen. Leipzig und Bremen lagen mit 19.710 beziehungsweise 19.488 Euro pro Erwerbstätigen knapp darunter. Prozentual betrachtet liegen die beiden sächsischen Städte Leipzig und Dresden mit plus 49,6 und plus 41,3 Prozent vorne, dahinter folgt Stuttgart mit plus 37,6 Prozent vor Bremen und Dortmund mit plus 33,4 und plus 33,1 Prozent. Gleichwohl bleiben Leipzig, Dresden und Dortmund auch 2015 zusammen mit Berlin am Ende der Rangskala, der Abstand zum Spitzenreiter Stuttgart beträgt für diese vier Städte 40 bis 33 Prozent.