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Projekt "Zukunftslabor Kultur" für Europäischen Kulturmarken-Award 2017 nominiert

05.10.2017 Kultur
Das Zukunftslabor Kultur des Kulturamtes Stuttgart ist am 29. September von einer 38-köpfigen Expertenjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Oliver Scheytt in der Kategorie "Preis für Stadtkultur" für den Europäischen Kulturmarken-Award 2017 nominiert worden. Um den wichtigsten Preis im Kulturmarketing hatten sich 104 Kulturanbieter, Städte, Regionen und Kulturinvestoren aus ganz Europa beworben. Der Preis wird in sieben Kategorien verliehen; in jeder Kategorie wurden drei Bewerber nominiert. Die sieben Kulturmarken-Award werden am 9. November 2017 im legendären Wintergarten Varieté Berlin innerhalb der "Night of Cultural Brands" vor rund 500 Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Stadtverwaltungen und Tourismusmarketing, Medien und Politik überreicht.

Der "Preis für Stadtkultur" zeichnet vorbildliche Impulse in Städten in Form von Projekten, Aktionen oder Kampagnen aus, welche die Stadtkultur als Kultur des städtischen Zusammenlebens begreifen und fördern. Die Projekte sollen sich unter anderem mit Zukunftsfragen der Stadt auf besonders originelle und kreative Weise auseinandersetzen und möglichst viele städtische Milieus einbeziehen.

Strategien für die Kulturstadt von morgen

"Geradezu prädestiniert erschien uns die Ausschreibung für unser Anfang 2017 ins Leben gerufene Zukunftslabor Kultur. Im Dialog mit der Stadtgesellschaft wollen wir kulturelle Zukünfte untersuchen, gestalten und langfristige Strategien für die Kulturstadt von morgen entwickeln", so die beiden maßgeblichen Initiatorinnen des Zukunftslabors, die Direktorin des Kulturamtes, Dr. Birgit Schneider-Bönninger, und die Leiterin der Koordinierungsstelle Zukunftsforschung, Dr. Susanne Haist. Das Zukunftslabor Kultur (ZuLab) steht für ein kollaboratives Zukunftsmanagement an der Schnittstelle von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kulturbürgermeister Dr. Fabian Mayer freut sich über die Nominierung und sieht in dem Prozess großen Mehrwert für die Weiterentwicklung der Kulturlandschaft: "Das Zukunftslabor zeigt uns, wie unser Kulturpublikum von heute und morgen aussieht, welche Potenziale in digitalen Werkzeugen stecken und welche Förderstrategien zeitgemäß sind. Die Nominierung ist eine große Anerkennung für unser Pioniervorhaben."

Das Zukunftslabor Kultur initiiert Workshops und Zukunftswerkstätten, veranstaltet Innovationskongresse und Dialogforen, führt Kulturumfragen und wissenschaftliche Recherchen durch und veröffentlicht die Ergebnisse in einer eigens hierfür aufgelegten Schriftenreihe. Innovative Formate werden - gemeinsam mit Wissenschaft und Industrie - entwickelt und in Stuttgarter Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen präsentiert und ausprobiert.

Werner Stiefele, der als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Kulturamt zusammen mit den Grafikern des Bureau Progressiv das Erscheinungsbild des ZuLab entwickelt und die Bewerbung für den Kulturmarkenaward federführend vorbereitet hat, sieht das Konzept des ZuLab als Modell für andere Städte, die Kultur im Wandel begleiten wollen: "Das Zukunftslabor Kultur ist das erste Projekt einer umfassenden kulturellen Zukunftsforschung und findet bereits bundesweit Beachtung."