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"Kultur-Oscar": Zukunftslabor Kultur erhält Europäischen Kulturmarken-Award

Das Zukunftslabor Kultur der Landeshauptstadt Stuttgart hat den Europäischen Kulturmarken-Award 2017 erhalten. Die Auszeichnung in der Kategorie "Preis für Stadtkultur 2017" hat der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Dr. Fabian Mayer, am Donnerstag, 9. November, in Berlin entgegengenommen.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte: "Diese Auszeichnung macht uns stolz. Sie verleiht dem Kulturstandort Stuttgart zusätzliche Strahlkraft. Das Zukunftslabor Kultur ist ein Think Tank, der unsere Kultureinrichtungen fit für die Zukunft macht und die Stuttgarter Kulturlandschaft weiterentwickelt." Für ihn bedeutet die Auszeichnung eine "Volle Bestätigung unserer Linie, Innovationen in der Stadtgesellschaft anzustoßen und zusammen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln."

'Kultur-Oscar': Zukunftslabor Kultur erhält Europäischen Kulturmarken-AwardGroße Freude über den Kulturmarken-Award 2017 (von links): Dr. Susanne Haist und Werner Stiefele vom Kulturamt, der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Dr. Fabian Mayer, und Kulturamtsleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger. Foto: Stadt Stuttgart
Bürgermeister Mayer sagte bei der Übergabe: "Ich danke der Jury und freue mich riesig über diese besondere Würdigung und überregionale Anerkennung unserer Arbeit. Das Zukunftslabor wird uns neue Horizonte eröffnen. Es wird uns zum einen in die Lage versetzen, Trends in den einzelnen Kultursparten zu identifizieren und neue Publikumsschichten zu erschließen. Zum anderen werden wir durch Forschung und Analyse untermauerte Erkenntnisse erlangen, die uns bei der Weiterentwicklung der digitalen Angebote der Stadt und beim Entwurf neuer Förderstrategien zu Gute kommen. Auf diesem innovationsorientierten Weg wollen wir konsequent weitergehen."

Stadt setzt sich gegen 100 Mitbewerber durch

Der Award gilt als wichtigster Preis im Kulturmarkt. 104 Kulturanbieter aus ganz Europa hatten sich darum beworben, 38 Experten saßen in der Jury. Der Preis wurde im Rahmen einer "Night of Cultural Brands" im Wintergarten Varieté Berlin vor rund 500 Gästen aus Wirtschaft, Kultur und Tourismusmarketing, Medien und Politik überreicht. Bürgermeister Mayer nahm die Preisskulptur "Aurica", eine 23 cm hohe Bronzestatue, zusammen mit der Kulturamtsleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger sowie Mitgliedern des Teams "Zukunftslabor" entgegen.

Laut Jury ist die "digitale und partizipative Ausrichtung des Zukunftslabors die beste Voraussetzung, um die kulturellen gesellschaftlichen Herausforderungen einer Stadt zu bewältigen". In der Laudatio wurde insbesondere der moderne und zukunftsgerichtete Ansatz des Zukunftslabors hervorgehoben. Der "Preis für Stadtkultur" zeichnet vorbildliche Impulse in Städten in Form von Projekten, Aktionen oder Kampagnen aus, die Stadtkultur als Kultur des städtischen Zusammenlebens begreifen und fördern. Die Projekte sollen sich mit Zukunftsfragen der Stadt auf besonders originelle und kreative Weise auseinandersetzen und möglichst viele städtische Milieus einbeziehen.

Ein Projekt: Neugestaltung des Hegel Hauses

Im Rahmen des Zukunftslabors Kultur hat am 27. Oktober im Wilhelmspalais mit der "Zukunftswerkstatt Hegel 2020" ein Beteiligungsprozess zur Neugestaltung des Hegel-Hauses begonnen; unter anderem wird ein "Change Lab" an der Universität Stuttgart Ideen zu einem Museumskonzept erarbeiten. Am 27. Januar 2018 wird ein öffentlicher "Innovationskongress Musik" im Planetarium Fragen zur Digitalisierung und künstlichen Intelligenz in der Musik beleuchten und neue Konzertformate diskutieren. Darüber hinaus initiiert das Zukunftslabor Kultur Dialogforen und Zukunftswerkstätten, interdisziplinäre Arbeitsgruppen mit Wirtschaft und Wissenschaft, führt Kulturumfragen und wissenschaftliche Recherchen durch. Die Ergebnisse werden in einer eigens hierfür aufgelegten Schriftenreihe veröffentlicht.

"Das Interesse an diesem zukunftsweisenden Projekt ist groß", so Kulturamtsleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger: "Es ist ein Modell für andere Städte, die Zukunft vorausdenken und im Dialog mit der Stadtgesellschaft nachhaltige Strategien und Perspektiven für die Kulturstadt von morgen entwickeln möchten".