IVLZ - die nächsten Schritte zu einer umfassenden Mobilitätszentrale

Wie vom Gemeinderat der Stadt Stuttgart 2001 beschlossen, soll die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) stufenweise weiterentwickelt werden. Vor dem Hintergrund des Aktionsplans "Nachhaltig mobil in Stuttgart" wurde die IVLZ als zentrales Element für alle Formen der Mobilität in der Landeshauptstadt definiert und folgende Aufgabenfelder festgelegt:

  • Umwelt - Umweltgerechte und immissionsabhängige Verkehrssteuerung
  • ÖPNV - Beobachtung und Einflussnahme auf den Betriebsablauf von Bussen und Stadtbahnen
  • Motorisierter Individualverkehr - Erkennen, Steuern und Informieren
  • Fußgänger - Optimale Bedienung des Fußgängerverkehrs - Einsatz der bestehenden Technik für Fußgänger (Anpassung an veränderte Fußgängerströme, Regelung an Haltestelle und Schulwegen, Grünzeitverlängerungen, Verkehrsversuche an Fußgängerampeln)
  • Radverkehr managen, z.B. Reaktion auf erhöhtes Radverkehrsaufkommen durch dynamische Anpassung von Ampelprogrammen, Verkürzung der Wartezeit an Ampelanlagen - unter Berücksichtigung anderer Verkehrsträger
  • Rettungsdienste - Effektive verkehrstechnische Unterstützung von Rettungseinsätzen

Vor diesem Hintergrund werden in den Jahren 2014 und 2015 folgende Maßnahmenpakete umgesetzt:
  • Verkehrsmanagement Vaihingen/Möhringen
    Aufbau eines Messstellen- und Kameranetzes zur Analyse des Verkehrsgeschehens in den verkehrlich hochbelasteten Bereichen Vaihingen und Möhringen zur aktiven Verkehrssteuerung an Ampeln und durch gezielte Verkehrsinformationen.

  • Verkehrslenkung B10/B14 Bad Cannstatt/Stuttgart-Ost
    Im Zuge des Baus des Rosensteintunnels wird für den Ausbau "B10/B14-Verbindung Leuze" sowie für den täglichen Verkehr und den starken Veranstaltungsverkehr eine Lenkungsmöglichkeit über vier Verkehrsinformationstafeln geschaffen.

  • Busbevorrechtigung
    Für eine weitere Erhöhung der Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit des Bus- und Stadtbahnverkehrs wird die Busbevorrechtigung im Stadtgebiet weiter ausgebaut.

  • Ausweitung der Dienstzeiten - zusätzliches Personal
    Eine Verkehrsleitzentrale muss neben den planbaren Ereignissen (Baustellen, Veranstaltungen) vor allem bei nicht planbaren Ereignissen (Unfällen) präsent sein, um die negativen Auswirkungen auf den städtischen Gesamtverkehr verhindern bzw. minimieren zu können. Dazu haben sich im Vergleich zur IVLZ-Inbetriebnahme im Jahr 2006 die verkehrsrelevanten Zeiten deutlich erweitert, die mit dem heutigen Personal nicht abgedeckt werden können. Daher ist eine Erweiterung der Besetzung auf folgende Zeiten erforderlich:

    Montag - Freitag 06:00 Uhr - 24:00 Uhr
    Samstag
    09:00 Uhr - 24:00 Uhr
    Sonntag 
    11:00 Uhr - 21:45 Uhr

    Hierfür wird ab Sommer 2014 bei jedem der 4 IVLZ-Partner jeweils eine zusätzliche Stelle geschaffen.
 
Darüber hinaus werden folgende weitere Maßnahmenpakete vorgeschlagen:
  • Verkehrsmanagement Degerloch/Waldau
    Aufbau eines Messstellen- und Kameranetzes zur Analyse des Verkehrsgeschehens im Veranstaltungsbereich Degerloch/Waldau zur aktiven Verkehrssteuerung an Ampeln insbesondere bei Veranstaltungen und durch gezielte Verkehrsinformationen.
     
  • Verkehrsmanagement Umwelt
    Aufbau von zwei Verkehrsinformationstafeln zur gezielten Lenkung und Information des Verkehrs im Bereich Charlottenplatz zur Reduktion von Staus und Umweltbelastungen.
     
  • Einrichtung eines "Kommunikators für Mobilitätsinformationen"
    Die IVLZ als intermodale Mobilitätszentrale muss sich auch dem Thema Kommunikation stärker annehmen. Der individuelle Informationsbedarf nimmt im privaten und wirtschaftlichen Bereich ständig zu. Ziel ist es, durch gezielte, nutzerselektive Informationsabgabe unter Verwendung aller Informationskanäle Verhaltensänderungen beim Verkehrsteilnehmer, wie die Änderung der Verkehrsmittelwahl, zu erreichen.
    Um die Informationsflut sortieren und aufbereiten sowie die richtigen Informationen bereitstellen zu können, ist es für einen verbesserten Bürgerservice erforderlich, die Stelle eines Kommunikators für Mobilitätsinformationen neu zu schaffen.
 

 
 

Mehr zum Thema