Bad Cannstatt - Einwohnerversammlung

Sorgen um mehr Verkehr und weniger Frischluft

Die Cannstatter waren am 10. November 2008 zur Bürgerversammlung in die Phoenixhalle im Römerkastell eingeladen. Etwa 400 nutzten die Gelegenheit, der Verwaltungsspitze Fragen zu stellen. Das Spektrum reichte von Rosensteintunnel, NeckarPark, Wilhelmsplatz und Badstraße bis zur Rommelshauser Straße.

Bezirksrathaus Bad CannstattBis auf die inneren Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West verfügen alle Stadtbezirke über ein Bezirksrathaus, so auch Bad Cannstatt. Foto: Thomas Jakob

Rosensteintunnel

Die Fragen und Anmerkungen der Bürger betrafen viele unterschiedliche Punkte. Ein Bürger befürchtete, dass der geplante Rosensteintunnel zu noch mehr Verkehr führe und die Straßen im Bezirk als Durchgangsstraßen missbraucht würden. Das sah die Verwaltung anders. Sie gehe davon aus, dass der Rosensteintunnel die Verkehre bündeln würde.

Neckarpark

Auch die Veränderungen im NeckarPark beschäftigten die Cannstatter. Befürchtet wurde, dass der Daimler-Erweiterung zu viele Sportflächen zum Opfer fallen könnten. Die Stadtspitze erklärte hierzu, dass, sollte es eine zweite Erschließungsstraße im NeckarPark geben, diese dann nur eine kleine Straße für Pkw sein könne. Die Sportflächen sollen nicht beliebig beeinträchtigt werden.

Veielbrunnengebiet

Mehrere Anwohner des Veielbrunnengebiets erwarteten zunehmenden Parksuchverkehr, und dass der Veielbrunnen bald kaum noch zugänglich sei. Doch da konnte die Verwaltung die Bürger beruhigen. Die neuen Einrichtungen im Gebiet müssten genügend Parkplätze vorhalten. Zudem soll der Veielbrunnen nach allen Seiten offen bleiben.

Wilhelmsplatz

Keine Unterstützung konnte die Stadtverwaltung einem Bürger geben, der den ganzen Autoverkehr am Wilhelmsplatz am liebsten in einem Tunnel verschwinden lassen wollte. Wegen des Mineralwassers nahe der Oberfläche sei es im Stadtbezirk kaum möglich, tief zu graben. Das erschwere zum Beispiel auch Geothermieprojekte auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände.

Badstraße

Darüber hinaus wurde auch über das Streitthema Badstraße gesprochen. Ein Vertreter des Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) appellierte an die Verwaltung, alles zu tun, um Hochbahnsteige für die Stadtbahnlinie U13 in der Straße zu verhindern. Das sahen jedoch manche Bürger deutlich anders. Sie möchten möglichst bald die abgesenkten Hochbahnsteige, da diese ein barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglichen. Bei diesem Thema gab die Stadtspitze aber zu bedenken, dass die vom GHV verfolgte Planung die Aufwertung der Badstraße um sechs Jahre verzögern würde.

Rommelshauser Straße

Die geplante Bebauung an der Rommelshauser Straße war ein weiteres Thema. Gegner des Projekts bemängelten, dass dort eine Frischluftschneise mit Häusern zugebaut werden solle. Die Stadtspitze erklärte hierzu, der Gemeinderat habe die Verwaltung beauftragt, eine verträgliche und maßvolle Bebauung in diesem Gebiet zu planen. Die Verwaltung möchte dabei aber möglichst wenig grüne Flächen bebauen.

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