Botnang - Einwohnerversammlung

Hoffnung auf neue Mitte

Die Pläne für die neue Ortsmitte gehörten zum zentralen Thema der Botnanger Bürgerversammlung am 11. April 2011. Außerdem standen eine Skate-Anlage, mehr Hort- und Kitaplätze sowie ein sicherer Radweg nach Feuerbach auf der Wunschliste der Bürger. Dank erhielt die Stadtverwaltung für Investitionen im Bezirk wie den neuen Fußgängersteg über die Regerstraße.

Auferstehungskirche BotnangBotnang mit der kleinen Auferstehungskirche ist umgeben von den Wäldern des Stuttgarter Westen. Foto: LHS

Ideen des Zukunftsforums sollen umgesetzt werden - Entscheidung im Gemeinderat

Die Stadtverwaltung hob die hohe Wohnqualität in Botnang hervor. Da der Bezirk nicht unbegrenzt Richtung Wald wachsen könne, müsse er sich verstärkt nach innen entwickeln. Deshalb sei es allen wichtig, dass die neue Ortsmitte endlich gebaut wird.

Seit der Insolvenz der Stiftung Nestwerk, die als Bauherrin der neuen Ortsmitte fungierte, liegen die Pläne brach. Der Betrieb der Kindertagesstätte Griegstraße findet in Übergangscontainern statt. Erster Bürgermeister Michael Föll hatte hierzu eine gute Nachricht, denn die Stadt wird die betreffenden Grundstücke aus der Insolvenzmasse heraus erwerben und die Ideen aus dem Zukunftsforum umsetzen. Der Wirtschaftsausschuss habe dies bereits beschlossen, nun fehle nur noch die Zustimmung des Gemeinderats am 14. April.

Neben der erweiterten Kita soll die neue Ortsmitte Räume für Musikschule und Volkshochschule, aber auch Wohnungen und einen Supermarkt beherbergen. Den Jugendlichen im Stadtbezirk brannte vor allem der Bau der Skate-Anlage in der Beethovenstraße auf den Nägeln. Nachdem die Botnanger bereits 11.000 Euro gesammelt haben, fehlen noch 33.000 Euro. Föll versprach, dafür noch einmal "nach Geld zu suchen".

Mehr Kitaplätze

Fehlende Hort- und Kitaplätze waren ebenso ein zentrales Thema der offenen Aussprache. Elternvertreterinnen der Kirchhaldenstraße baten vor allem Sozialbürgermeisterin Isabell Fezer, den Ausbau der Plätze in Botnang zu beschleunigen. Fezer betonte, dass man sich für die kommenden Haushaltsverhandlungen bereits "ordentliche Schritte voran" vorgenommen habe. So soll die Versorgungsquote für Schulkinder von elf auf 22 Prozent angehoben werden, die Betreuung von bis zu Dreijährigen von 18 auf 27 Prozent.

Ausbau des Radverkehrs gewünscht

Der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Martin Schairer, nahm konkrete Wünsche der Bürger in Sachen Verkehrsführung auf. Die Frage nach einem sicheren Radweg von Botnang nach Feuerbach beziehungsweise Vaihingen auch mit E-Bikes gebe er gerne an den Radbeauftragten der Landeshauptstadt weiter.

Großer Einsatz

Die Stadtspitze lobte an diesem Abend immer wieder den großen bürgerschaftlichen Einsatz der Botnanger Bürger, denn ein Stadtbezirk lebe vom ehrenamtlichen Engagement seiner Bürger. So könne ein Miteinander in der Kommune gelingen.

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