Münster - Einwohnerversammlung

Das Thema Verkehr dominiert in Münster

Rund 400 Bürgerinnen und Bürger waren anwesend, als Bezirksvorsteherin Renate Polinski die Bürgerversammlung Münster am 28. Juli 2014 eröffnete. Oberbürgermeister Fritz Kuhn ging in der Turnhalle des Kultur- und Sportzentrums anschließend auf die aktuelle Situation in Münster seit der letzten Bürgerversammlung 2006 sowie auf die Entwicklung der Gesamtstadt ein.

Münster am NeckarDie Weinberger in Mühlhausen geben einen weiten Blick auf den Nachbarstadtbezirk Münster frei. Foto: Manfred Engelmann, Rechte: LHS

OB lobt Projekt Uferpark

"In Münster lässt sich's leben, von Reben und Neckar umgeben", reimte der OB und lobte das Projekt Uferpark, dessen erster Baustein einen Wasserspielplatz direkt am Fluss beinhaltet. "Viele Städte holen sich ihren Fluss zurück ins Stadtbild, das sollten wir auch", sagte Kuhn und hob auch die gelungene Einbindung von Schülern bei der Planung des Spielplatzes hervor. Ob freilich der "Neckarbeach", von dem der Jugendrat in Münster träumt, realisiert werden könne, hänge auch von der aktuellen Wasserqualität ab. "Wir prüfen das", versprach Kuhn.

Von der geplanten Sanierung der städtischen Kitas bis zu Problemen der Mobilität schlug der OB dann einen thematischen Bogen und stellte auch kurz seine gesamtstädtischen Schwerpunkte Wohnen, Energiewende und Verkehr vor.

Hofener Straße

Bei der folgenden Fragenrunde dominierte vor allem das letzte Thema: Für die Hofener Straße, die an Wochenenden und Feiertagen nur für Sportler und Radler geöffnet ist und deren Autoverkehr und Lärm sich dann auf andere Straßen verlagert, schlug Kuhn einen Kompromiss vor. Die Stadtverwaltung werde die bisherige Sperrung immer Samstag nachts aufheben und diesen Versuch bis zum Jahresende mit Erhebungen begleiten. Und die Konflikte der Fußgänger mit manchen Radlern würden enden, sobald das fehlende Stück Radweg nach Bad Cannstatt 2015 fertig und alles ausgeschildert sei, versicherte der Ordnungsbürgermeister Martin Schairer. Kuhn forderte in diesem Zusammenhang eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Beteiligten aufeinander und die Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

Schule und Feuerwehr ebenfalls Thema

Weitere Themen waren unter anderem die geplanten Erweiterungsbauten der Elise von König-Schule und der Freiwilligen Feuerwehr, ein dringend benötigter Gehweg beim Bahnhof, ein Rückhaltebecken, dessen Wasser versickert, sowie eine fehlende Wegbeleuchtung in Richtung Keefertal.