Birkach - Einwohnerversammlung

Stadtbezirk mit besonderem Charme

Birkacher Feld, Ortskernbebauung, Feldschutz, Grundschule und Vereine: Die Birkacher hatten bei der Bürgerversammlung in der vollbesetzten Alfred-Weis-Halle am 12. Oktober 2009 viele Fragen an die Stadtspitze.

Alte Dorfstraße mit dem Alten Rathaus auf der rechten SeiteDie Alte Dorfstraße im Stadtbezirk Birkach mit dem Alten Rathaus auf der rechten Seite. Foto: Ute Schmidt-Contag/LHS

Finanzlage

Zunächst wurden die Entwicklungen der Stadt vorgestellt, beispielsweise zur Kinderfreundlichkeit, Wohnraumschaffung und Stuttgart21. Dabei ging es auch um aktuell notwendige Sparmaßnahmen. Es solle weiterhin dort investiert werden, wo es notwendig und sinnvoll ist, lautete die Empfehlung der Stadtspitze. Auf die Anfragen des TSV Birkach nach gleichbleibender Förderung für Vereine und der Grundschule Birkach nach einem Erweiterungsbau verwies die Stadtverwaltung darauf, dass nun in Ruhe in den Gremien diskutiert werden müsse. Doch die Stadt werde wohl 400 Millionen Euro neue Schulden machen müssen.

Wohnungsbau

Ein Projekt, das im Herbst begonnen werden soll, sei der Bau von 83 Wohnungen am nördlichen Ortsrand, Ecke Aulendorfer und Erisdorfer Straße. Das 1,2 Hektar große Gelände beheimatete früher die Rinderunion. Annette Weber, die in der Nachbarschaft wohnt, hinterfragte die geplante Gebäudehöhe, den breiten Gehweg sowie den Lärm durch die Tiefgarage.

Eine weitere Anwohnerin mahnte, dass auf die Einwände der Bürger die Stadt nicht reagiert hätte. Die Verwaltung erklärte, dass alle Eingaben zu dem Bauvorhaben beim Regierungspräsidium lägen, so dass die Stadt keinen Einblick mehr hätte. Den konkreten Anfragen der Frauen würde die Stadtspitze dort aber nachgehen.

Birkacher Feld

Ob die Stadt denn gewährleisten könne, dass das Birkacher Feld auch in Zukunft nicht bebaut würde, wollte Konrad Körte wissen. Hier konnten die Köpfe der Stadtverwaltung die Sorgen der Anwohner zerstreuen, da die rechtlichen Hindernisse dafür so hoch seien, dass man sich um die wichtige Frischluftschneise nicht sorgen müsse.

Appell an Hundehalter

Landwirt Eberhard Lederer beklagte, dass nachlässige Hundebesitzer ihre Tiere auf den Äckern herumstreunern ließen. Auf seine Forderung nach mehr Feldschutz verwies die Stadt auf die 60 Beamtinnen und Beamten, die regelmäßig auf den Feldern nach Ordnung sähen. Zusätzlich erwog die Stadtspitze eine Schreibaktion mit dem nachdrücklichen Appell an Hundehalter.

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