Sillenbuch - Einwohnerversammlung

Premiere in Sillenbuch: Oberbürgermeister Fritz Kuhn leitete erstmals eine Bürgerversammlung

Das Stiftstheater im Wohnstift Augustinum war mit rund 400 Besuchern gut gefüllt, als Bezirksvorsteher Peter-Alexander Schreck am Dienstag, 10. Juni, die Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Sillenbuch eröffnete.

Für Oberbürgermeister Fritz Kuhn war die Versammlung eine Premiere. Er hatte sich deshalb bereits im Vorfeld auf einer Rundfahrt über die Themenschwerpunkte im Bezirk informiert und nutzte auch die im Foyer des Stiftstheaters aufgebauten Stände, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

OBM Fritz Kuhn: 1 Jahr im Amt, Bürgerversammlung SillenbuchSeine erste Bürgerversammlung leitete OB Fritz Kuhn in Sillenbuch. Foto: Horst Rudel

Ein starker Bezirk

Stuttgart habe enorme Stärken in den Bereichen Forschung und Entwicklung, aber auch bei Kultur und Natur und sei eine attraktive, weltoffene Stadt. "Und Sie haben einen tollen, starken Bezirk hier", sagte Kuhn in seiner Rede unter dem Beifall der Anwesenden.

Aktuelle Probleme in drei Bereichen

Aktuelle Probleme sah der OB gesamtstädtisch vor allem in drei Bereichen: dem starken Autoverkehr, dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum und dem gestiegenen Bedarf an Kinderbetreuung. Der Blechlawine, die sich täglich durch Stuttgart und die Bezirke wälze, wolle er vor allem durch eine Verlagerung auf Schiene und Busse entgegenwirken. Gleichzeitig setzte sich Kuhn auch für eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus sowie einen Ausbau von Kindertagesstätten und Freizeitmöglichkeiten ein, damit Stuttgart für Fami­lien mit Kindern attraktiv bleibt. Außerdem helfen nach seinem Dafürhalten Einrichtungen wie die im Bezirk geplante Sporthalle und die Skaterbahn dabei, dass Jugendliche sozial nicht entgleiten.

Verkehrsthemen diskutiert

In der anschließenden Fragerunde dominierte bei den Bürgerinnen und Bürgern vor allem das Thema Verkehr: Schwerlastverkehr, Feinstaub, die viel befahrene Kirchheimer Straße oder Falschparker waren Stichworte, auf die Kuhn und die Bürgermeister eingingen. Der OB verwies dabei auf seine Ausführungen zur gesamtstädtischen Verkehrslage und betonte, eine Besserung könne nur schrittweise eintreten.

OB bittet um Geduld

Einen weiteren großen Themenblock bildeten Infrastrukturprojekte, wie die Forderung nach einem Bürgerhaus oder die Sanierung und Erweiterung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Hier bat Fritz Kuhn um Geduld: Erst müssten alle städtischen Anliegen, für die finanzielle Mittel nötig seien, "auf den Tisch", dann könne der Gemeinderat bei den im Herbst anstehenden Haushaltsberatungen entscheiden. "Aber bleiben Sie ein solch aktiver Bezirk, wie Sie es im Bürgerhaushalt bewiesen haben", ermunterte Kuhn die Anwesenden zum Abschluss der Veranstaltung.

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