Stuttgart-Nord - Einwohnerversammlung

Im Bezirk Nord geht es um Bauprojekte und Verkehr

Rund 300 Bürgerinnen und Bürger füllten am 21. November 2011 das Forum der Handwerkskammer bei der Bürgerversammlung des Stadtbezirks Nord. Zu Beginn stand gleich die Zukunft des Innenstadtbezirks auf dem Programm, der zurzeit große (bauliche) Veränderungen erlebe und auch in Zukunft durchmachen werde.

Höhenpark Killesberg 2013Der Höhenpark Killesberg mit seinem Aussichtsturm ist das Naherholungsgebiet des Stadtbezirks Nord. Foto: Minges/LHS

Stadtbezirk im Wandel

Infrastruktur und Gemeinwesen des Bezirks müssten daher dieser Entwicklung angepasst werden. Die Stadtspitze betonte die Notwendigkeit des Wohnungsbaus und der sich für den Norden daraus ergebenden Chancen. So könne man etwa auf den Flächen der alten Messehallen ein ganzes Stadtteilzentrum mit attraktivem Wohnraum, Dienstleistung und Einzelhandel neu planen und sogar Grünflächen erweitern.

Auswirkungen von Stuttgart 21

Im Zuge einer Realisierung von Stuttgart 21 werde der Bezirk einen großen Teil der Projektbelastungen tragen müssen - durch ein Zusammenwachsen der jetzt noch durch Gleisfelder zerschnittenen Bereiche aber auch außerordentlich gewinnen. Die Stadtspitze stellte hier das Projekt Rosensteinviertel als Modellstadt für ökologisches Bauen vor und lud die Anwesenden ausdrücklich ein, bei der künftigen Gestaltung mitzuwirken.

Auf die Frage, inwieweit der Bezirk durch das Bahnprojekt belastet würde, wies die Stadtverwaltung darauf hin, dass es zu keiner Nachtarbeit kommen werde und alle Bürgerbeschwerden von der Stadtverwaltung gesammelt und bearbeitet würden.

Starke Verkehrsbelastung im Bezirk

Aber nicht S 21 beherrschte die Aussprache. Ein Schwerpunkt war die starke Verkehrsbelastung des Bezirks, etwa bei dem als "Rennstrecke" bezeichneten Herdweg, dem Schulweg Robert-Mayer-Straße und der starken Beparkung von Eckartshaldenweg und Mönchhalde durch Berufsschüler. Die Stadtspitze sagte eine Prüfung zu, ob verstärkte Kontrollen, Hindernisse oder Geschwindigkeitsmessungen die Probleme lösen könnten, bat andererseits aber auch um Verständnis dafür, dass Verkehrsprobleme in hoch verdichteten Wohngebieten nicht völlig verhindert werden können.

Lärm durch Skater

Auch die Einschränkung der übermäßigen Lärmbelastung durch die Skateranlage des Bezirks wurde thematisiert. Hier konnte die Stadtverwaltung ein lärmschluckendes Dach ankündigen.

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