Dankesrede von Egon Schwarz zur Verleihung des Cotta-Preises

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster hat am Dienstag, 10. Juni, den 15. Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart an den Schriftsteller Egon Schwarz aus St. Louis, USA, und an den Übersetzer Hartmut Köhler aus Trier verliehen. Die Dankesrede von Egon Schwarz im Wortlaut:

Teil 1

"Verehrte Zuhörer,

Die Gattung meiner Rede ist mir vorgeschrieben, aber Danksagung entspricht gleichzeitig auch meinen eigenen Bedürfnissen. Erlauben Sie mir dabei chronologisch vorzugehen.

Mein erster Dank gilt also den Musikerinnen, die hier so schön gespielt haben: Und die Kreisler-Stücke durfte ich selbst auswählen und sie sind eine Geheimsprache zwischen mir und meiner erst kürzlich verstorbenen Frau.

Aber mein großer Dank gilt auch Jochen und Carola Bloss, ohne die der Beck Verlag sich schwerlich meiner Autobiographie ''Keine Zeit für Eichendorff'' angenommen hätte. Ohne die Bemühungen des Beck Verlags wiederum, wäre dieses Buch kaum unter die Leute gekommen oder gar preisgekrönt worden.

Die Rechte liegen bei der Büchergilde Gutenberg, wo eine sehr schöne Ausgabe erschienen ist, die aber - der Natur der Büchergilde entsprechend - nicht richtig in die Öffentlichkeit hineingewirkt hat.

Mein Dank gilt also auch der Büchergilde, die die Rechte zu einer Taschenbuch-Ausgabe dem Beck-Verlag übertragen hat.

Der Beck-Verlag wieder ist für mich verkörpert durch meinen Lektor Raimund Bezold, den Cheflektor Martin Hielscher, vorab aber dem Chef Wolfgang Beck, der der erste war, der das Buch gelesen und befürwortet hat. Und nicht zu vergessen die mir liebgewordenen Mitarbeiterinnen, die es mir verzeihen werden, dass ich sie nicht namentlich aufzähle. Es sind zu viele!

Aber Frau Eva Holz möchte ich begrüßen, die hier zugegen ist.

Mein Dank ist für alle!

Jetzt nehmen wir uns Stuttgart vor! Chronologisch gilt also mein erster Dank der Jury, die mein Werk ausgewählt hat. Unter Ihnen dem einzig mir persönlich bekannten Joachim Kalka. Und schließlich der Stadt Stuttgart, die den Cotta-Preis gestiftet hat, sowie ihren Repräsentanten, vor allem dem Herrn Oberbürgermeister und der Frau Bürgermeisterin für Kultur, deren Gastfreundschaft ich hier genieße.

Am meisten zu tun hatte ich in Vorbereitung auf diesen Tag mit Frau Marion Kadura, die alle meine Wünsche berücksichtigte. Ihr danke ich herzlich für die viele Mühe, die sie sich mit mir gegeben hat.

Ich bin aber mit Stuttgart noch lange nicht zu Ende. Mein Buch ''Unfreiwillige Wanderjahre'' ist, wie viele von Ihnen wissen, ein Exil-, Emigrations-, Vertreibungs- und Überlebensbuch. Und gerade dieses Überleben wäre mir ohne die ebenso ungewöhnliche, wie unverzichtbare Hilfe eines anderen Stuttgarter Auswanderers niemals gelungen! Ich spreche von Bernhard Blume, 1901 in Stuttgart geboren.

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