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Stadtbahnbau U6 Fasanenhof

Anfang 2008 haben die Arbeiten an der Stadtbahn im Fasanenhof begonnen. Auf einer Länge von 2750 Metern wird gebaut, davon sind 1020 Meter Tunnel. 380 Meter werden bergmännisch hergestellt, 640 Meter sind in offener Bauweise vorgesehen. Vier Haltestellen soll die neue Strecke für die U6 haben. Der Bau wird insgesamt etwa 80 Millionen Euro kosten. 60 Prozent trägt der Bund. Jeweils 20 Prozent tragen das Land und die SSB. Die Fahrzeit zum Fasanenhof verkürzt sich um neun Minuten. Die Fasanenhofler erhalten damit eine umsteige- und barrierefreie Anbindung an die Stuttgarter Innenstadt. Die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel ist ein zentrales Ziel des Projekts "Soziales Stadt Fasanenhof". Im Dezember 2010 soll die neue Streck in Betrieb gehen.

U6 Tunnelanschlag im Fasanenhof-OstVergrößernTunnelanschlag im Fasanenhof-Ost. Foto: Frank EpplerTunnelanschlag im Fasanenhof-Ost. Foto: Frank Eppler

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Vorgeschichte

Anfang 2001 wurden erste Entwürfe für eine Stadtbahnverlängerung zum Fasanenhof und zur Neuen Messe entwickelt. Die Entscheidung fiel für die so genannte Südvariante. Im Januar 2004 folgte der Antrag zur Planfeststellung. Am 15. Dezember 2005 wurde der Planfeststellungsbeschluss erteilt.

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Strecke und Haltestellen

Die künftige Stadtbahnstrecke verlässt die bestehende Trasse der U5 zwischen Freibad und Leinfelden nach der Haltestelle Möhringen Freibad erst kurz vor der Autobahn und führt dann entlang der Böschung des Lärmschutzdamms der Autobahn. In diesem Bereich wird die Trasse oberirdisch als Rasenbahnkörper geführt. Vor der Kreuzung mit der Fasanenhofstraße wird die Trasse über eine Rampe in Tieflage abgesenkt.

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Haltstelle Fasanenhof (Bonhoefferkirche)

Direkt unter der neuen Brücke Fasanenhofstraße ist die nach oben geöffnete Haltestelle Fasanenhof (Bonhoefferkirche). Die Seitenbahnsteige sind beidseits über Treppenanlagen und behindertengerechte Fußwegrampen erreichbar. Die in unmittelbaren Nähe zur Haltestelle liegende Behindertenwohnanlage Fasanenhof erhält darüber hinaus einen direkten, behindertengerechten Zugang über deren Tiefgarage zum stadtauswärts liegenden Bahnsteig.

Der anschließende Streckenabschnitt unter der Grünzäsur Janusz-Korczak-Weg. Dieses rund 630 Meter lange Tunnelstück wird in offener Bauweise hergestellt und endet direkt vor der Haltestelle Europaplatz.

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Haltestelle Europaplatz

Die Schienenoberkante im Bereich der Haltestelle Europaplatz wird neun bis zehn Meter unter der Geländeoberkante liegen. Daher wird es eine Fahrtreppe und einen Aufzug geben. Damit ist ein behindertengerechter Zugang auf den Mittelbahnsteig gesichert. Von Osten ist die Haltestelle über eine Rampe erreichbar. Nach der Haltestelle beginnt der bergmännische Tunnel: Dieser unterfährt das Wohngebäude Fasanenhofstraße 15/17, die B27 und im Gewerbegebiet Fasanenhof-Ost das Gebäude Eichwiesenring 2.

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Haltestelle Eichwiesenring

Im Anschluss an den bergmännischen Tunnel befindet sich die Haltestelle Eichwiesenring. Diese liegt in Tieflage auf der Ostseite des Mittelstreifens der Schelmenwasenstraße. Das östliche Gleis (stadteinwärts) liegt unter der östlichen Fahrbahn der Schelmenwasenstraße, das westliche Gleis (stadtauswärts) unter der LKW-Abstellfläche der Spedition "Grüne Radler". Trotzdem ist diese Haltestelle nach oben geöffnet. Über ein 4,35 Meter breites Lichtband wird sie natürlich belichtet. Der Mittelbahnsteig ist von nördlicher Richtung aus über einen Aufzug und eine Treppe erreichbar. Aus südlicher Richtung gibt es einen Treppenaufgang.

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Haltestelle Fasanenhof Schelmenwasen (BusinessPark)

Der Tunnel bis zur Rampe nach der Haltestelle Eichwiesenring wird in offener Bauweise erstellt und die Straßenquerung Eichwiesenring kreuzungsfrei unterfahren. Über die Tunnelrampe führt die Trasse wieder an die Oberfläche und auf dem östlichen Teil des Mittelstreifens der Schelmenwasenstraße als Rasenbahnkörper weiter bis zum Südende des Gewerbegebiets Fasanenhof-Ost. Dort liegt die Endhaltestelle Fasanenhof Schelmenwasen (BusinessPark). Die Haltestelle hat einen Mittelbahnsteig und erhält behindertengerechte Zugänge. Die Höhe der Gleise ist auf eine mögliche Weiterführung der Trasse nach Echterdingen und zur Neuen Messe festgelegt.

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Der Tunnelbau

Der bergmännische Tunnel wurde in Spritzbetonbauweise hergestellt. Der Baggervortrieb erfolgte von der Startbaugrube im Bereich der künftigen Haltestelle Eichwiesenring aus. Zeitgleich dazu wurde der Tunnel in offener Bauweise gebaut. Für die Herstellung offenen Baugrube wurden zunächst Stahlträger in den Untergrund eingebracht und mit Ankern rückverhängt. Nach Aushub der Baugrube konnte das Rechteckprofil des Tunnels betoniert werden. Im Anschluss an die Fertigstellung des Tunnelrohbaus im Herbst 20009 erfolgte die Verfüllung der Baugrube die Wiederherstellung des ursprünglichen Geländeniveaus.

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Gleisbau und Ausbau

Die Gleisbauarbeiten werden in zwei Teilen durchgeführt: Zunächst wurden die oberirdischen Bereiche vom Abzweig an der U5 bis zur Rampe an der Haltestelle Bonhoefferkirche sowie vom Ende der Rampe im Schelmenwasen bis zur Endhaltestelle fertiggestellt. Seit Anfang 2010 werden die Gleise im unterirdischen Bereich verlegt. Im Herbst 2009 haben die Ausbauarbeiten der Haltestellen und der Tunnel begonnen. In allen drei tiefliegenden Haltestelle werden Betriebsräume eingerichtet. Außerdem werden die Zugänge zu den Haltestellen und die Wege und Grünflächen über dem Tunnel hergestellt.

Die Ausbauarbeiten dauern bis Herbst 2010. Im Dezember 2010 erfolgt die Inbetriebnahme der neuen Strecke.

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