Frühförderung

Frühförderung ist ein System von Hilfsangeboten für entwicklungsauffällige, behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder von null bis sechs Jahren, deren Eltern und Bezugspersonen.

Es gibt in Stuttgart Sonderpädagogische Frühberatungsstellen und zwei Interdisziplinäre Frühförderstellen.

Hilfe rechtzeitig in Anspruch nehmen

Je früher in der kindlichen Entwicklung eine Auffälligkeit oder Beeinträchtigung erkannt wird, desto besser kann vorgebeugt und geholfen werden, weil gerade die frühkindlichen Entwicklungsphasen durch eine hohe Beeinflussbarkeit gekennzeichnet sind. Die Hilfen für die Eltern und die gesamte Familie sollten daher möglichst früh einsetzen, um die bestmögliche Unterstützung zu gewähren und die Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken.

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Foto:ccvision.de

Aufgaben der Frühförderung

Frühförderung umfasst Früherkennung und Diagnostik, Beratung und Begleitung der Eltern und Bezugspersonen, Förderung und Therapie des Kindes und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten.

Grundsätze der Frühförderung

Entsprechend der Rahmenkonzeption des Sozialministeriums von 1998 bilden folgende Grundsätze die Grundlagen für die Frühförderung in Baden-Württemberg:

  • Ganzheitlichkeit: Ganzheitliches Konzept zur Entwicklungsförderung, das alle Aspekte der kindlichen Entwicklung berücksichtigt und sich am Kind als Gesamtpersönlichkeit in seiner sozialen Umwelt orientiert;
  • Familienorientierung: Zusammenarbeit mit den Eltern und deren Beratung ist ein zentraler Bestandteil der Frühförderung; bei allen Maßnahmen ist die gesamte Familie in ihrer spezifischen Lebenssituation in Betracht zu ziehen; durch die mobile Förderung kann das Kind in seinen Alltagssituationen in der Familie erreicht werden;
  • Interdisziplinarität: Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen aus dem medizinischen, pädagogischen, psychologischen und sozialen Bereich; gegenseitige Abstimmung und Integration der einzelnen Beratungsweisen; fachübergreifendes Förderkonzept und interdisziplinäre Verlaufsdiagnostik;
  • Regionalisierung: als Orientierungsgrößen für ein flächendeckendes System gelten hier die Stadt- und Landkreise; dadurch sollen alle betroffenen Familien möglichst gleiche Chancen im Zugang zum System haben;
  • Kooperation und Koordination aller Hilfen: Aufstellung eines Behandlungs-und Förderplans in Zusammenarbeit aller beteiligten Fachleute und Einrichtungen.

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