Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Feinstaub

Feinstäube sind winzige Partikel, die nicht einmal ein Zehntel des Durchmessers eines Haares erreichen. Die Wirkung dieser mikroskopisch feinen Teilchen ist dennoch groß: Über die Lunge dringen sie in den menschlichen Organismus vein und können neben Atemwegserkrankungen auch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems verursachen.

Großstädte und Ballungsräume sind am stärksten betroffen von PM10, wie Wissenschaftler den Feinstaub nennen. PM steht für Particulate Matter und 10 für die Staubgröße von 10 Mikrometern - also ein Hunderttausendstel eines Meters.

Darüber hinaus haben Experten die Befürchtung, dass noch kleinere Staubpartikel noch leichter und tiefer in den Körper eindringen und so für die Bevölkerung noch gefährlicher sind. Das Prekäre dabei: Gerade für diese Ultrafeinstäube gibt es momentan weder Grenzwerte noch ein Überwachungsnetz. Mit einer Größe von weniger als 100 Nanometer - sind diese Teilchen also kleiner als ein Zehnmillionstel eines Meters.

Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in München konnten inzwischen nachweisen, dass solche ultrafeinen Staubpartikel in die Blutzirkulation, das Herz, die Leber und andere Organe transportiert werden und sogar bis ins Gehirn vordringen können.

Erhöhte Feinstaubkonzentrationen haben also eine hohe gesundheitliche Relevanz und müssen deshalb schnellstmöglich vermindert werden.

Als Hauptquelle für den Feinstaub hat das Umweltbundesamt den Straßenverkehr ausgemacht.

 
 

Mehr zum Thema