Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Lärm

Lärmfolgen zählen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zu den Umweltschäden. Lärmvermeidung ist deshalb gesundheitlicher Umweltschutz.

Immer mehr Menschen leiden unter Lärm. In Deutschland stellt er eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen dar. Am häufigsten fühlen sich Bundesbürger durch Straßenlärm belästigt: In den alten Bundesländern empfinden 66 Prozent, in den neuen Bundesländern 79 Prozent Verkehrslärm als störend. An zweiter Stelle steht die Belästigung durch Fluglärm. Vielen ist dabei allerdings gar nicht bewusst, dass sie nicht nur Lärmgeplagte, sondern - wenn sie selbst Auto fahren oder fliegen - auch Lärmverursacher sind.

In der Summe kann Lärm nicht nur auf die Nerven, sondern richtig unter die Haut gehen. Mediziner können ein Lied davon singen: Lärm liegt mittlerweile bei den Stressfaktoren ganz vorne.

Zwei Gefahren sind zu unterscheiden, nämlich die Schäden am Gehör selbst und die psychosomatischen Auswirkungen einer dauernden Lärmbelästigung.

Tinnitus und Schwerhörigkeit sind zur Volkskrankheit geworden. Pro Jahr gibt es 6.000 neue Fälle von "lärmbedingter Schwerhörigkeit", die als Berufskrankheit anerkannt werden.

Die psychosomatischen Folgen sind teilweise noch weitreichender: Konzentrationsschwierigkeiten, Lernbehinderungen bei Kindern, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zum Herzinfarkt, Schlafstörungen oder psychiatrische Erkrankungen.

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