Bis 2012 soll Anstieg des Übergewichts bei Kindern gestoppt sein

Auch in Stuttgart sind immer mehr Kinder zu dick. Das hatte die Jugendgesundheitsstudie des Gesundheitsamtes gezeigt. Waren es in den 80er-Jahren etwa zehn Prozent übergewichtige Kinder, stieg der Anteil bis 2005 auf 16 Prozent. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind besonders betroffen. Daraufhin beschloss der Sozial- und Gesundheitsausschuss des Gemeinderats die Einsetzung eines Runden Tisches, um nach Lösungsansätzen für dieses Problem zu suchen. Die Ergebnisse wurden dem Ausschuss am 2. Juli 2007 vorgelegt.

Runder Tisch Übergewicht

Bis 2012 soll der Anstieg des Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen in Stuttgart gestoppt werden, so das Ziel des Runden Tisches, dem zahlreiche Fachleute aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendarbeit sowie Vertreter von Kindertageseinrichtungen und Schulen angehören. "Ein sehr ehrgeiziges Ziel2, wie die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch, erklärte. "Um dies zu erreichen, ist das alleinige Drehen an einer kleinen Schraube nicht ausreichend. Es sind sowohl Anstrengungen im Bereich der Kindertageseinrichtungen und Schulen notwendig wie auch bei der Spielplatzgestaltung, dem Ausbau des Radverkehrs, der Thematisierung in den Jugendhäusern und Sportvereinen."

Wie kann das Übergewicht reduziert werden?

Bei den Vorschlägen des Runden Tisches geht es vor allem um ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung. Aber auch soziale Themen spielen eine Rolle. Zum Beispiel: Wie kann Kindern eine gesündere Ernährung näher gebracht werden? Wie sollte die Essenversorgung in den Einrichtungen aussehen? Wie können Kinder zu mehr Bewegung ermuntert werden? Und wie müsste sich die städtebauliche Umgebung verändern, damit das Leben in den Stadtteilen gesünder und bewegungsfreundlicher wird.

Die Wirksamkeit der Vorschläge hängt freilich davon ab, wie ernst die zuständigen Institutionen dieses Problem nehmen und in ihre Arbeit und ihre Angebote mit aufnehmen. "Sind die Kinder einmal dick, ist es kaum möglich, sie wieder schlank zu bekommen", meint Müller-Trimbusch. "Deshalb spielt die Vermittlung einer gesunden Lebensweise und die Gestaltung einer gesundheitsförderlichen Lebensumwelt eine so bedeutende Rolle." Das Gesundheitsamt wird die Entwicklungen weiter beobachten.

 
 

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