Sozialplanung für AIDS/HIV

In den letzten Jahren haben die in Deutschland neu diagnostizierten HIV- Infektionen deutlich zugenommen. In Stuttgart hat sich ihre Zahl auf einem hohen Stand eingependelt: Ungefähr 60 Neudiagnosen werden pro Jahr gemeldet.

HIV / AIDS

Bei HIV / AIDS ist eine neue Sorglosigkeit zu beobachten, seit es Behandlungsmöglichkeiten gibt. Doch AIDS ist nach wie vor eine unheilbare, eine tödliche Krankheit. Eine HIV-Infektion bringt weitreichende gesundheitliche Einschränkungen mit sich. Viele Betroffene machen Erfahrungen von Diskriminierung und Ausgrenzung.

Aufgabe der Gesundheits- und Sozialplanung ist es, die soziale Versorgung für Menschen sicherzustellen, die von HIV / AIDS betroffen sind. Darüber hinaus geht es um Präventionsangebote für unterschiedlichste Zielgruppen, um das Risiko einer HIV-Infektion gering zu halten. Angebote und fachliche Standards werden zusammen mit Kooperationspartnern entwickelt beziehungsweise weiterentwickelt.

Prävention und Beratung

Beim Gesundheitsamt gibt es kostenlose und anonyme AIDS-Tests sowie Beratung zu den Testangeboten. Außerdem bietet das Amt eigene Präventionsprogramme an.

Die Stadt Stuttgart fördert darüber hinaus Präventionsmaßnahmen und Beratungsangebote der AIDS-Hilfe-Stuttgart e. V. und die AIDS-Beratungsstelle der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. Beide Einrichtungen bieten Beratung und langfristige Betreuung für Betroffene und Angehörige an.

Zur Angebotspalette gehören auch Öffentlichkeitsarbeit sowie Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren, für Schulen und Jugendgruppen. Mit Streetwork - aufsuchender Sozialarbeit -gelingt es, besonders Infektionsgefährdete oder von AIDS betroffene Gruppen zu erreichen. Außerdem stehen einige ambulant betreute Wohnplätze für an AIDS erkrankte Menschen zur Verfügung.

Zur Vernetzung der Angebote in der Region wurde der Arbeitskreis AIDS gegründet.

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