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Neubau von Olgahospital und Frauenklinik am Katharinenhospital

Der Neubau der Frauenklinik und des Olgahospitals am künftigen Klinikumsstandort Mitte auf dem Gelände des Katharinenhospitals soll bis im Sommer 2012 fertig sein - mit 2.000 Räumen und einer Gesamtgeschossfläche von 96.000 Quadratmetern. Der Grundstein für das künftige Kinder- und Frauenzentrum wurde Mitte Juli 2008 gelegt.

Neubau Olgahospital und FrauenklinikVergrößernDer künftige Neubau. Visualisierung: Moka StudioDer künftige Neubau. Visualisierung: Moka Studio

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Olgahospital

Im Olgahospital, das derzeit noch in der Bismarckstraße im Stuttgarter Westen steht, werden jährlich rund 15.000 Kinder und Jugendliche behandelt. Aufgrund des umfangreichen Leistungsspektrums reicht das Einzugsgebiet weit über Stuttgart und Baden-Württemberg hinaus. Im Neubau wird das Olgäle über 311 Betten und eine topmoderne Ausstattung verfügen. Viele Räume sind als Eltern-Kind-Zimmer konzipiert.

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Frauenklinik

Die Frauenklinik, die ihr Domizil noch bis zur Fertigstellung des Neubaus im Krankenhaus Bad Cannstatt hat, gehört mit jährlich über 2.500 Geburten sowie insgesamt fast 5.000 stationären und zahlreichen ambulanten Behandlungen zu den großen Frauenkliniken in Deutschland. Im Neubau wird sie 74 Betten haben.

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Synergien

Durch die künftige Wand-an-Wand-Lösung mit dem Olgahospital ergeben sich viele Vorteile, beispielsweise bei der Versorgung von kranken Neugeborenen.Insgesamt wird es in dem neuen Kinder- und Frauenzentrum sechs Pflegestationen, zwei Wöchnerinnenstationen, drei Stationen für Frühgeborene, neun Operationssäle, eine Notfallaufnahme und mehrere Ambulanzen geben.

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Konzept

Das neue Kinder- und Frauenzentrum wird nach den Entwürfen der Architekten HPP Lage und Partner sowie Sorg und Frosch Planungs GmbH errichtet. Vorgesehen ist ein Gebäudeensemble, das aus einem mehrgeschossigen Sockelbau besteht, auf dem sich sechs versetzt angeordnete Pavillons befinden. Lichthöfe - teilweise mit Glas überdacht - sorgen für helle Räume. Alle Dachflächen werden mit Blütenstauden, Gras und Kräutern begrünt. Insgesamt wird der Neubau zehn Stockwerke haben, drei davon sind Tiefgeschosse. Außerdem gibt es eine Tiefgarage mit 476 Stellplätzen.

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Vorarbeiten

Bereits Mitte 2006 haben die Arbeiten auf dem nördlichen Teil des Baufeldes entlang der Panoramastraße begonnen, auf dem der Grundstein gelegt wurde. Zunächst ist das Areal von unterirdischen Leitungen frei gemacht worden. 10.000 Meter Stromleitungen wurden verlegt, außerdem 400 Meter Entwässerungskanäle und 1.000 Meter Gasleitungen. Zu den großen Herausforderungen gehörte die Verlegung einer Gaspipeline, die den gesamten Stuttgarter Norden versorgte. Danach wurden sieben nicht sanierungsfähige Gebäude abgebrochen. Erst dann konnte mit dem Aushub der 7.500 Quadratmeter großen und 28 Meter tiefen Baugrube begonnen werden.

Baugrube, blauer Himmel, einige WolkenVergrößernDie Baugrube im nördlichen Baufeld. Foto: Leif PiechowskiDie Baugrube im nördlichen Baufeld. Foto: Leif Piechowski

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Baumaßnahmen

Bis Ende 2009 wurde auf dem nördlichen Baufeld der Rohbau errichtet. Gleichzeitig begann der Aushub im südlichen Teil des Baufelds, auf dem der Rohbau bis Frühsommer 2011 vervollständigt wird. Insgesamt fallen bei dem Bauprojekt 185.000 Kubikmeter Erdaushub an, die von bis zu 200 Lkw am Tag abtransportiert werden. Um Anwohner und Patienten so wenig wie möglich zu belasten, wurde bereits in der Ausschreibung festgelegt, dass nur als geräuscharm klassifizierte Baumaschinen verwendet werden dürfen. Lärmintensive Arbeiten dürfen nur zu eingeschränkten Zeiten ausgeführt werden.

Bürgermeister Murawski, OB Schuster, Klinikumsvertreter und ein Junge mauern die ersten Steine aufeinanderVergrößernGrundsteinlegung des Olgahospitals. Foto: Klinikum StuttgartGrundsteinlegung des Olgahospitals. Foto: Klinikum Stuttgart

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Kosten

Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf ingesamt 268,4 Millionen Euro. Das Land fördert den Klinikneubau mit 150 Millionen Euro. Das Hochbauamt der Stadt hat die Projektleitung. Die Arbeitsgemeinschaft für Projektsteuerung, bestehend aus der Firma Drees und Sommer und der HWP Planungsgesellschaft, sind für die Kostenkontrolle und das Terminmanagement zuständig. Für die kindgerechte Ausgestaltung des Projekts engagieren sich die im Olgahospital verankerten Stiftungen und Förderkreise.

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Weitere Projekte

2010/2011soll mit dem Neubau der nächsten großen Projekte auf dem Gelände des Katharinenhospitals begonnen werden: Dem Zentrum für Innere Medizin und Zentrum für Operative Medizin. Voraussichtlich bis 2016 wird es nur noch zwei Klinikumsstandorte geben: Beim Katharinenhospital (Standort Mitte) und in Bad Cannstatt. Ziel ist es, durch die räumliche Konzentration die einzelnen Klinikbereiche besser zu vernetzen. Damit kann die Qualität der medizinischen Versorgung gesteigert und zugleich die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

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