Dr. Karl Ludwig Freiherr von Reichenbach

"Magier des Cobenzls"

Reichenbach, geboren am 12.2.1788 in Stuttgart und am 19.1.1869 in Leibzig gestorben, wusste Zeit seines Lebens naturwissenschaftliche Erfindungsgabe und unternehmerisches Geschick zu vereinen. Nach dem Studium der Naturwissenschaften in Tübingen verdingte er sich zunächst bei den Eisenhammerwerken im badischen Hausach, wo er neuartige Öfen zur Holzverkohlung erfand und gewinnbringend einsetzte. Später, nach der Promotion, arbeitete er für die Eisenhüttenwerke des Grafen Salm im mährischen Blansko, erfand nebenbei das Paraffin und das Antiseptikum Kreosot, brachte es zu einem bedeutenden Vermögen und zum Titel eines Freiherrn. Mit dem Vermögen erwarb er sich u.a. das bekannte Schloss Cobenzl bei Wien, das und seine Experimente brachten ihm den Ruf des "Magiers des Cobenzls" ein.

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Karl Ludwig Freiherr von Reichenbach ist seit 1836 Ehrenbürger von Stuttgart.

Meteoritenfall bei Blansko

Der Meteoritenfall bei Blansko am 15. November 1833 hat ihn so sehr beeindruckt, dass er seine Arbeiter das Niedergangsgebiet des Meteoriten tagelang, bis zum Erfolg, durchsuchen ließ. Von nun an sammelte Reichenbach Meteoriten und verfügte dank seiner guten Vermögenslage bald über eine der bedeutendsten Kollektionen. 1869 erfolgte die Schenkung der von Reichenbach zusammengetragenen Meteoritensammlung an die Mineralogische Schau- und Lehrsammlung in Tübingen (Wilhelmstraße 56, 72074 Tübingen).

Naturkraft "Od"

1841 begann Reichenbach mit weiteren Forschungen auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Grenzbereiche, er behauptete die Existenz einer Naturkraft "Od" entdeckt zu haben (und wurde daraufhin von den Physikern angefeindet). In seinen Forschungen stellte er u.a. fest, dass medial begabte Menschen an Magneten in abgedunkelten Räumen schwache Lichterscheinungen sehen konnten (diese Dinge strahlten seiner Meinung nach "Od" aus), wobei er den Magneten die Bezeichnung "Od" in Anlehnung an den nordischen Gott "Odin", den Weltenordner, verlieh.

Spuren in Stuttgart

Gedenkplakette am Haus Neue Brücke 1.

 

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