Robert Bosch

Robert Bosch gründete 1886 in Stuttgart die "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik", die sich in den Folgejahren zu einem international tätigen Unternehmen entwickelte. Vor allem die Erfindung des elektrischen Magnetzünders ("Bosch-Zündkerze") schuf dafür ab 1905 die Voraussetzung und war für die Entwicklung des Autos von großer Bedeutung. Auch die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter war ihm von Anfang an ein wichtiges Anliegen.

1906 führte er im Bewusstsein der sozialen Verantwortung des Unternehmers als einer der ersten in Deutschland den achtstündigen Arbeitstag ein. Weitere vorbildliche soziale Leistungen folgten.

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Robert Bosch, 1931 (Foto: Robert Bosch GmbH)

Gesellschaft und Staat mitgestalten

Mit seinen Stiftungen, Zuwendungen und anderen öffentlichen und politischen Aktivitäten verfolgte Robert Bosch darüber hinaus die Absicht, an der Verbesserung der Lebensverhältnisse seiner Zeit mitzuwirken und Gesellschaft und Staat mitzugestalten.

Dem Nationalsozialismus stand er ablehnend gegenüber und unterstützte im so genannten "Bosch-Kreis" Widerstandsaktivitäten. Er spendete zwischen 1910 und 1940 Geld für gemeinnützige Zwecke, unter anderem für die Technische Hochschule Stuttgart, für den Ausbau des Neckarkanals, für die "Jüdische Mittelstelle", um die Auswanderung inhaftierter Juden zu ermöglichen, für das Institut für Auslandsbeziehungen und für den Verein zur Förderung der Volksbildung (später Volkshochschulbewegung).

Nach 1920 rief er zahlreiche Wohlfahrtseinrichtungen für Bosch-Beschäftigte und ihre Familien ins Leben. 1936 stiftete Bosch Mittel für die "Robert Bosch Krankenhaus Stiftung", um ein homöopathisches Krankenhaus in Stuttgart zu errichten. 1940 eröffnete er das nach ihm benannte Krankenhaus dann persönlich. Der Unternehmer starb 1942 und wurde auf dem Stuttgarter Waldfriedhof beigesetzt.

Weiterführung des gesellschaftlichen und sozialen Engagements

"Meine Absicht geht dahin, neben der Linderung von allerhand Not, vor allem auf Hebung der sittlichen, gesundheitlichen und geistigen Kräfte des Volkes hinzuwirken."( Robert Bosch, 1935).

So lautete der Auftrag an die Vermögensverwaltung Bosch GmbH (VVB), die ihren Namen 1969 in Robert Bosch Stiftung GmbH änderte. Sie führt bis heute das gesellschaftliche und soziale Engagement des Firmengründers in zeitgemäßer Form weiter. Die Fördergebiete umfassen Wissenschaft, Gesundheit und humanitäre Hilfe, Völkerverständigung sowie Jugend, Bildung und Bürgergesellschaft. Trägerin des heutigen Robert-Bosch-Krankenhauses, das 1973 neu erbaut auf der Bergheide als Allgemeinkrankenhaus den Betrieb aufnahm, ist die Robert Bosch Krankenhaus GmbH, deren einzige Gesellschafterin die Robert Bosch Stiftung GmbH ist. Sie gewährleistet, dass die Qualitätsmaßstäbe des Stifters verwirklicht und gewahrt bleiben.

Das Unternehmen Bosch ist heute ein international führender Anbieter von Industrietechnik, Kraftfahrzeugtechnik sowie von Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik.