Manfred Rommel
Stuttgarter Oberbürgermeister von 1974 - 1996
Manfred Rommel (1928 geboren) ist seit 1996 Ehrenbürger von Stuttgart. 22 Jahre lang lenkte er als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Stuttgart.
"Weizsäcker der Kommunalpolitik"
Als begnadeter Redner, Begründer der liberalen Ausländerpolitik Stuttgarts, Botschafter für die Völkerverständigung und Verfechter einer soliden städtischen Finanzpolitik entwickelte sich Manfred Rommel über die Parteigrenzen hinaus zu einer Integrationsfigur, "zum Weizsäcker der Kommunalpolitik", wie es Heiner Geißler einmal formulierte.
- Manfred Rommel. Foto: Horst Rudel
Der "Philosoph im Rathaus" ließ sich in seiner Arbeit ungern von Parteipolitik eingrenzen und verteidigte seine Wertvorstellungen auch gegen Widerstände. Das zeigte sich, als er die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan Raspe trotz heftiger Proteste in einem Gemeinschaftsgrab auf dem Stuttgarter Dornhaldenfriedhof beerdigen ließ. Am Grab müsse alle Feindschaft ein Ende haben, lautete seine Begründung.
Prägendes Ereignis in der Jugend
Ein Erlebnis seiner Jugend hat den Stuttgarter zeitlebens geprägt: Als 15-Jähriger, im Krieg, musste er erleiden, dass sein Vater von Hitlers Anhängern ermordet wurde. Seit diesem Zeitpunkt wurden für Rommel Toleranz und und Verständingung zu entscheidenden Eckpfeilern - im privaten wie politischen Leben.
Zukunftsweisende Projekte
Mit zukunftsweisenden Projekten verbesserte OB Rommel die Standortbedingungen sowohl Stuttgarts als auch der Region. Beispiele sind der Bau der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle, der Ausbau der Messe Killesberg und des Flughafens. Über diese konkreten Vorhaben hinaus prägte er das Klima der Landeshauptstadt durch Toleranz und Liberalität.
Seit seiner Pensionierung 1996 macht Rommel immer wieder als Kolumnist und Buchautor auf sich aufmerksam.

