Streuobst

Streuobstwiesen sind ein typischer Bestandteil unserer Kulturlandschaft.

Wurde im 18. und 19. Jahrhundert diese Form des Obstanbaues noch von der Obrigkeit gefördert, setzte ab 1956 ein Wandel ein. Der Erwerbsobstbau stellte in klimatisch günstigen Lagen auf intensiveren Niederstammobstbau um, um dem wachsenden Importdruck mit marktgängigen Sorten in entsprechender Qualität entgegen zu treten. Übrig bleiben die Streuobstbäume für den Liebhaber- und Selbstversorgerobstbau auf weniger geeigneten Standorten (Hanglagen, schlechteren Böden oder kühlere Lagen).

Mit der stetigen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ging leider auch hier das Interesse deutlich zurück. Die Baumbestände überaltern, ungepflegte Wiesen werden von Brombeeren überwuchert und verbuschen zusehens. Heute gilt es, diese einzigartige Kulturlandschaft mit all ihren wichtigen Funktionen für Kleinklima, Boden und Wasser, als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und natürlich auch für die Erholung zu erhalten.

Streuobstwiesen um UhlbachVergrößern
Foto: Stadt Stuttgart

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