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Friedrich Hölderlin - Aufenthaltsort Juni 1800, Januar 1801, Juni/ Juli 1802

Gebäude mit Verbindung zu bedeutender Persönlichkeit

Friedrich Hölderlin - Aufenthaltsort Juni 1800, Januar 1801, Juni/ Juli 1802
Gymnasiumstraße 1
70173 Stuttgart
S-Mitte

Wir über uns

Friedrich Hölderlin lebte zwischen Juni 1800 und Januar 1801 sowie im Juni / Juli 1802 im Hause des Kaufmanns Georg Christian Landauer, auf den die Plakette ebenfalls hinweist. Hier entstand Hölderlins große Elegie auf Stuttgart, in der es unter anderem heißt:

"Aber indeß wir schaun und die mächtige Freude durchwandeln,
Fliehet der Weg und der Tag uns, wie den Trunkenen, hin.
Denn mit heiligem Laub umkränzt erhebet die Stadt schon
Die gepriesene, dort leuchtend ihr priesterlich Haupt.
Herrlich steht sie und hält den Rebenstab und die Tanne
Hoch in die seeligen purpurnen Wolken empor.
Sei uns hold! dem Gast und dem Sohn, o Fürstin der Heimath!
Glükliches Stutgard, nimm freundlich den Fremdling mir auf!"

Nach seinem Studium in Tübingen unterrichtete Hölderlin als Hauslehrer Kinder wohlhabender Eltern. Er übersetzte unter anderem Sophokles und Pindar und schrieb zahlreiche Gedichte wie "Hälfte des Lebens" (1805). Sein Briefroman "Hyperion" (1797-1799) zeigt, welchen Stellenwert er der griechischen Kultur beimaß.

Mit zunehmendem Alter wurde Hölderlin psychisch krank, weshalb er seine letzten Jahre zurückgezogen in einem Tübinger Turm verbrachte.
Friedrich Hölderin wurde am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren und starb am 7. Juni 1943 in Tübingen.